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Rana Plaza: Fortschritte bei Inspektionen, Stillstand bei Opferentschädigung

Der Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza vor 18 Monaten in Bangladesch zeitigt erste Konsequenzen. Erstinspektionen von über 1‘100 Fabriken im Rahmen eines neuen Gebäude- und Brandschutzabkommens förderten 80'000 Sicherheitsprobleme zutage. Zugleich wartet ein Grossteil der Opfer und Hinterbliebenen weiter auf Wiedergutmachung.
Das Inspektoren-Team des «Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh» konnte bis Ende September wie geplant seine Erstinspektionen in den über 1’100 Zulieferfabriken der mittlerweile knapp 190 Unterzeichnerfirmen, darunter auch vier Schweizer Unternehmen, durchführen. Die mehr als 80‘000 dabei identifizierten Sicherheitsprobleme und 400 daraus resultierenden Korrekturpläne zeigen die Notwendigkeit und Bedeutung dieser wegweisenden Präventionsinitiative auf. 

Pionierstudie zeigt: Sortenschutz-Gesetze gefährden Menschenrecht auf Nahrung

 — Auf Druck von Industriestaaten wie der Schweiz werden viele Entwicklungsländer zur Übernahme strenger internationaler Sortenschutzgesetze gedrängt. Die bahnbrechende Menschenrechtsanalyse „Owning Seeds, Accessing Food“ beschreibt und belegt erstmals die existenzielle Gefährdung, welche eine solche Zwangsangleichung für die von traditioneller Saatgut-Vermehrung abhängigen Kleinbauernfamilien im 

Eilaktion: Entlassungen statt Lohnerhöhungen bei Bata-Lieferanten

 — In einer sri-lankischen Textilfabrik, welche für den Schweizer Schuhhersteller Bata produzierte, schwelt seit 2012 ein Konflikt um vereinbarte, aber nicht bezahlte Lohnerhöhungen. In der Folge kam es zu Protesten, woraufhin fast 200 ArbeiterInnen entlassen wurden, die gewerkschaftlich organisiert waren. 

Durchsichtiges Greenwashing: Syngentas «Good Growth Plan» ist eine Mogelpackung

 — Vor einem Jahr startete Syngenta mit viel Tamtam ihr Programm für verantwortungsvolles Wachstum, neudeutsch «Good Growth Plan». Der EvB-Bericht «More Growth than Good» zieht jetzt eine ernüchternde Zwischenbilanz. Durch selektiv gewählte Ziele und Indikatoren werden demnach die Hauptprobleme, welche ihre Geschäftspolitik verursacht, systematisch ausgeblendet. Zudem ignoriert Syngenta weiter 

Jahrestagung «Recht ohne Grenzen»:  Selbstregulierung allein reicht nicht

 — An der heutigen Jahrestagung von «Recht ohne Grenzen» haben rund 190 Personen aus Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft teilgenommen. Die verschiedenen Gäste debattierten darüber, wie am besten sichergestellt werden kann, dass alle Schweizer Unternehmen Menschenrechte und Umwelt weltweit respektieren. Der Tenor bei ReferentInnen und Publikum war klar: Staat und Unternehmen müssen in die 

Kambodscha: Landesweite Lohnproteste gegen H&M, Adidas und Co

 — Tausende von TextilfabrikarbeiterInnen protestieren heute gegen die Salärpolitik von H&M, Adidas, GAP, Levis, C&A, Inditex und Puma. Sie tragen T-Shirts mit der Forderung nach 177 Dollar Mindestlohn 

Konkret und umfassend: Die Rohstoffmarktaufsicht Schweiz (ROHMA) wirkt gegen Rohstoff-Fluch und Reputationsrisiken

 — Durch mehr Korruption, Ungleichheit und Konflikte leiden viele Entwicklungsländer unter ihrem Rohstoffreichtum, statt davon zu profitieren. Als weltweit wichtigster Rohstoffplatz trägt die Schweiz 

Analyse des UPOV-Berichtes über die Auswirkungen des Sortenschutzes

 — Die Analyse «UPOV report on the impact of plant variety protection - A critique» beleuchtet den UPOV-Bericht über die Auswirkungen des Sortenschutzes, welcher 2005 publiziert wurde. Noch heute dient 

Pionierstudie zeigt: Ein Viertel von Afrikas Öl fliesst über Schweizer Handelsfirmen

 — Zwischen 2011 und 2013 kauften in Genf oder Zug domizilierte Rohstoffhändler staatliches afrikanisches Rohöl im Wert von mindestens 55 Milliarden Dollar. Dies entspricht rund 12 Prozent der 

Rohstoff-Transparenz: Widersprüchlicher Vorschlag des Bundesrats

 — Der Bundesrat hat heute zwar angekündigt, die Schweizer Transparenzlücke im globalen Rohstoffgeschäft rasch schliessen zu wollen. Doch ausgerechnet der Rohstoffhandel könnte von einer künftigen 

Ernüchternder Osteuropa-Report: Auch „Made in Europe“ garantiert Näherinnen keinen Existenzlohn

 — Teure Verkaufspreise oder europäische Produktionsländer bedeuten in der Textilindustrie keineswegs gute Arbeitsbedingungen: Der Osteuropa-Bericht der Erklärung von Bern (EvB) zeigt, dass unter der 

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