WTO-Abkommen
Zurück Druckbare Version Diese Seite weiterleiten

WTO-Gebäude in Genf
Die ausgehandelten Handelsabkommen sind für WTO-Mitglieder bindende Verträge und bilden das Rückgrat des multilateralen Handelssystems.

Im Rahmen des Welthandels gibt es heute rund 60 solcher internationaler Rechtstexte, die gesamthaft über 20'000 Seiten umfassen.

Ursprünglich beschränkte sich die Liberalisierung des Welthandels vorwiegend auf den weltweiten Abbau von Zöllen bei Industriegütern. Das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (GATT: General Agreement on Tariffs and Trade) umfasste nur den Handel mit Waren und Rohstoffen. Erst mit den Verhandlungen im Rahmen der Uruguay Runde und den entsprechenden Abkommen in den Bereichen Landwirtschaft, Dienstleistungen und Geistiges Eigentum wurde der Geltungsbereich des multilateralen Handelregimes massiv ausgeweitet.

Die 1986 aufgenommene Uruguay Runde war die umfassenste Verhandlungsrunde. Sie dauerte acht Jahre und führte 1995 zur Gründung der WTO.

Kritik der EvB

Die EvB kritisiert die beständige, von den Industrieländern vorangetriebene Ausweitung und Vertiefung der internationalen Handelsregeln. Sie dient vorwiegend den wirtschaftlichen Interessen des Nordens und nimmt wenig Rücksicht auf die Entwicklungsbedürfnisse des Südens.

Lesen Sie mehr zu WTO-Abkommen in den Bereichen