2005 Jahr der Kleinstkredite
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In den Entwicklungsländer ist die sogenannte informelle Wirtschaft meist bedeutender, als die multinationalen Konzerne und nationalen Unternehmen. In den Armutsgürteln der Städte ist eine informelle Tätigkeit als HandwerkerIn, in einem Produktionsbetrieb oder als HändlerIn oft die einzige Möglichkeit Geld zum Überleben zu verdienen. Neben den vielen Hindernissen, die den Menschen im informellen Sektor in den Weg gelegt werden, fehlt die Möglichkeit einen Kredit aufzunehmen. Ohne Sicherheiten, wie Grundstücke, Gebäude oder Vermögen werden sie bei den Banken abgewiesen. In der selben Situation sind Kleinbauernfamilien, die Kredite zur Investition in die kommende Ernte benötigen würden. Weil die informellen tätigen Menschen (oft werden sie MikrounternehmerInnen genannt) zudem sehr kleine Kredite benötigen, macht der administrative Aufwand Mikrokredite für herkömmliche Banken uninteressant. Die Beträge dieser Kredite liegen zwischen 50 und 500 Dollar in Asien, 100 bis 300 Dollar in Afrika und 500 und 1500 Dollar in Lateinamerika.

In den vergangenen drei Jahrzehnten sind deshalb in vielen Entwicklungsländern Mikrofinanzinstitutionen entstanden, die dieses Lücke füllen. Heute haben Mikrofinanz-Institutionen weltweit etwa 100 Millionen KundInnen mit einem Kreditvolumen von etwa 1,5 Milliarden Franken. Aber man rechnet immer noch mit 500 bis 1000 Millionen Menschen, die keine Möglichkeit haben, Finanzdienstleistungen in Anspruch zu nehmen. Um die Bedeutung der Mikrofinanzierung für die Entwicklung herauszuheben, hat die UNO das Jahr 2005 zum Jahr des Mikrokredits erklärt.


06.12.04   2005 Internationales Jahr der Kleinstkredite 
06.12.04   Verschiedene Modelle von Mikrofinanzinstitutionen 
06.12.04   Mikrofinanz als kommerzielle Geldanlage 



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