Nestlé S.A. - Nominiert für den Public Eye Award 2005 in der Kategorie Menschenrechte
Nominiert von: Kampagne für Menschenrechte (Gewerkschaft Bau und Industrie, ATTAC, Arbeitsgruppe Schweiz – Kolumbien, Grua Suiza) sowie Baby Milk Action/Nestlé Boycott Committee und Erklärung von Bern
Nestlé ist führend bei der aggressiven Vermarktung von Babynahrung – und konkurrenziert damit das Stillen. Laut WHO sterben jährlich 1,5 Millionen Babys, weil sie nicht gestillt werden. Überdies gibt es in vielen Ländern Arbeitskonflikte in Nestlé-Fabriken. Besonders stossend ist ein Fall in Kolumbien, wo Nestlé alle ArbeiterInnen einer Fabrik durch billigeres Personal ersetzt und den Gesamtarbeitsvertrag nicht erneuert hat.
Menschen aus aller Welt nutzten die Möglichkeit, auf der „Public Eye“-Website den für sie gravierendsten Fall von ungenügender Unternehmungsverantwortung auszuwählen. Klarer Sieger und damit Träger des Publikumspreises ist Nestlé. Der Schweizer Lebensmittelkonzern steht wegen Arbeitskonflikten in Kolumbien und wegen der aggressiven Vermarktung von Babynahrung in der Kritik. Dadurch werden Frauen vom gesünderen Stillen abgehalten – mit schwerwiegenden Folgen für Babys vor allem in ärmeren Ländern. Nestlé wurde von der Kampagne für Menschenrechte (Gewerkschaft Bau und Industrie, ATTAC, Arbeitsgruppe Schweiz-Kolumbien, Grua Suiza), von der Baby Milk Action/Nestlé Boycott Committee und der Erklärung von Bern nominiert.