Ilisu
Zurück Druckbare Version Diese Seite weiterleiten


Hasankeyf: Tödlicher Unfall aufgrund Ausgrabung  (25.08.10)
Am 13. Juli 2010 fiel in Hasankeyf ein grosser Felsbrocken aus dem oberen Teil des Burgfelsens auf ein Restaurant am Tigris, wobei eine Person getötet wurde.

Die Polizei sperrte daraufhin bis auf weiteres den gesamten Burgfelsen und die Restaurants am Tigris, die zum touristischen Zentrum von Hasankeyf gehören. Untersuchungen der Initiative zur Rettung von Hasankeyf (Mitglied der Stop-Ilisu Kampagne) ergaben, dass sich der grosse Felsbrocken wahrscheinlich deshalb löste, weil die Regierung in unmittelbarer Nähe archäologische Ausgrabungen mit schweren Maschinen, Baggern und Presslufthammern vorantrieb.

Damit sollte ein Notausgrabungs-Plan zur Sichtung und Kartierung archäologischer Funde rascher abgeschlossen werden, um mit dem Bau des Ilisu Staudamms beginnen zu können. Im weichen Sandstein von Hasankeyf seien derart unprofessionelle Ausgrabungen fahrlässig, schreibt die Untersuchungskommission in ihrem Bericht. Es seien nicht nur Sicherheitsaspekte verletzt worden, sondern auch die Erhaltung der tausendjährigen Burganlage gefährdet worden.

Die Initiative schlägt eine Reihe von Sicherungsmassnahmen vor, um das touristische Zentrum schnellst möglich wieder zu öffnen, denn der Tourismus ist die Haupteinnahmequelle von Hasankeyf. Im Ort glauben jedoch viele Familien, dass die Regierung kein Interesse an einer Öffnung hat, in der Hoffnung, dass viele Menschen mangels Einahmequellen wegziehen, die dann bei einer möglichen Flutung von Hasankeyf nicht entschädigt werden müssten.


Mehr zum Thema

Zur Website der internationalen Stop-Ilisu-Kampagne
Die Kampagne wird in der Schweiz von der EvB getragen.