Umstrittene Grossprojekte
Kohlekraft für Südafrika - keine saubere Lösung (09.04.10)
Die Weltbank hat am 08.04.2010 dem privaten südafrikanischen Energieriesen Eskom einen Kredit von 3,75 Milliarden US-Dollar erteilt. Ein Grossteil des Geldes - mehr als 3 Milliarden US-Dollar - soll in den Bau neuer Kohlekraftwerke fliessen.
Finanziert wird unter anderem die viertgrösste Anlage der Welt, das Kohlekraftwerk Medupi, das mit einer Leistung von 4’800 Megawatt in der südafrikanischen Provinz Limpopo gebaut werden soll. Die Regierung Südafrikas argumentiert, das Kraftwerk werde dringend benötigt, um gravierende Engpässe in der Stromversorgung zu mindern, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sei ohne Kohlekraftwerke gehemmt. Ausserdem trage der Bau zur Bekämpfung der Armut bei.
Doch ein derart grosses Kohlekraftwerk schafft zahlreiche Probleme. Deswegen schrieb die EvB Anfang März zusammen mit 150 südafrikanischen und internationalen NGOs einen Brief an die Exekutiv-Direktoren der Weltbank.
Die EvB hatte die Schweizer Vertretung in der Weltbank deshalb in einem Brief aufgefordert, das Projekt nicht zu genehmigen. Sie fordert, dass die Weltbank in Zukunft keine derart unverträglichen Projekte mehr genehmigt. Die EvB bleibt in Kontakt mit den Betroffenen vor Ort und mit der Schweizer Weltbank-Vertretung.
Finanziert wird unter anderem die viertgrösste Anlage der Welt, das Kohlekraftwerk Medupi, das mit einer Leistung von 4’800 Megawatt in der südafrikanischen Provinz Limpopo gebaut werden soll. Die Regierung Südafrikas argumentiert, das Kraftwerk werde dringend benötigt, um gravierende Engpässe in der Stromversorgung zu mindern, die wirtschaftliche Entwicklung des Landes sei ohne Kohlekraftwerke gehemmt. Ausserdem trage der Bau zur Bekämpfung der Armut bei.
Doch ein derart grosses Kohlekraftwerk schafft zahlreiche Probleme. Deswegen schrieb die EvB Anfang März zusammen mit 150 südafrikanischen und internationalen NGOs einen Brief an die Exekutiv-Direktoren der Weltbank.
Unser Fazit:
"Das Kohlekraftwerk trägt wenig zur Armutsbekämpfung und zum Klimaschutz bei. Es wird befürchtet, dass allein die Schwerindustrie profitiert, die weiterhin stark begünstigt wird. Die Kosten werden auf die private Bevölkerung abgewälzt. Zudem würde das Kohlekraftwerk Südafrikas Kohlendioxid-Ausstoss massiv erhöhen und eine erhebliche Umweltzerstörung zur Folge haben. Daher widerspricht das Projekt grundsätzlich dem Engagement der Weltbank im Klima- und Umweltschutz. Versteckte Kosten durch Gesundheitsschäden, durch Luftverschmutzung oder Quecksilber-Rücksstände in Wasser und Boden werden mittelfristig nicht von der Weltbank oder vom Energieriesen Eskom, sondern von den Südafrikanern getragen werden. Hinzu kommen massive Korruptionsvorwürfe."Die EvB hatte die Schweizer Vertretung in der Weltbank deshalb in einem Brief aufgefordert, das Projekt nicht zu genehmigen. Sie fordert, dass die Weltbank in Zukunft keine derart unverträglichen Projekte mehr genehmigt. Die EvB bleibt in Kontakt mit den Betroffenen vor Ort und mit der Schweizer Weltbank-Vertretung.
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