Unternehmensverantwortung
Was erwartet die EvB von Unternehmen (11.01.07)
Umfassende Produkteverantwortung
Unternehmen übernehmen für alle Schäden, die ihre Produkte anrichten (können), die volle Verantwortung. Diese erstreckt sich über den ganzen Lebenszyklus eines Produkts: Von der Forschung, über die Herstellung und den Gebrauch bis zur Entsorgung. Ein verantwortliches Unternehmen stellt keine gesundheitsgefährdenden und umweltschädigenden Produkte her oder solche, die Abhängigkeiten schaffen (z.B. Terminator-Saatgut), noch verkauft es solche.
Ökologische Nachhaltigkeit
Die CSR-Thematik wurde von vielen Unternehmen zuerst als betriebliches Umweltmanagement erkannt. Ökologische Nachhaltigkeit bleibt ein Kernthema der Debatte. Unternehmen, die mit ihrer Tätigkeit, ihren Produkten oder ihren Dienstleistungen direkt oder indirekt negative Auswirkung auf die Qualität von Luft, Wasser, Boden, Klima, Biodiversität, biologische Sicherheit und Gesundheit haben, müssen ihren Rohstoffverbrauch und ihren Emissionsausstoss reduzieren. Zudem müssen verantwortliche Unternehmen das Vorsorgeprinzip respektieren, sich an internationalen Umweltvereinbarungen orientieren und frühere Schäden beheben.
Menschenwürdige Arbeitsbedingungen
Unternehmen «leben» von der Arbeit von Lohnabhängigen. Sie haben aber nicht nur eine Verantwortung gegenüber jenen Menschen, die direkt bei ihnen angestellt sind, sondern tragen auch Mitverantwortung für die Arbeitsbedingungen bei Lieferanten, Lizenznehmern oder Firmen, die sie finanzieren. Weltweit respektieren verantwortliche Unternehmen folgende Mindeststandards: Organisationsfreiheit und Recht auf kollektive Verhandlungen, sichere und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie Existenz sichernde Löhne.
Angemessenes Marketing
Es gehört zur sozialen Verantwortung einer Firma, dafür zu sorgen, dass ihre Marktkommunikation nicht jemanden anspricht, für die/den das Produkt nicht bestimmt bzw. geeignet ist. Bei Produkten mit gesundheitlichen Auswirkungen (Medikamente, Pestizide, Zigaretten, künstliche Babynahrung) ist diese Verantwortung besonders gross. Das gilt auch bei der Werbung für Klein- und Konsumkredite.
CSR-konformes Lobbying
Verantwortliche Unternehmen streben weder im eigenen Lobbying noch über die Aktivitäten ihrer Interessens- und Branchenverbände andere Ziele an, als sie im Rahmen ihrer CSR-Bemühungen postulieren. Sie betreiben kein Lobbying zugunsten nationaler Gesetze oder internationaler Abkommen, die den Schutz der Umwelt und der Menschenrechte behindern oder dem Allgemeinwohl widersprechen.
Ethische Steuerpolitik
Gesellschaftlich verantwortliche Unternehmen verzichten darauf, ihre Steuern zu vermeiden. Sie benützen namentlich keine Offshore-Konstruktionen und andere Tricks. Und sie bezahlen ihre Steuern dort, wo auch die Wertschöpfung geschieht. Zudem legen sie alle Zahlen über Tochterunternehmen, deren Profite und deren Steuerzahlungen offen.
Volle Transparenz
Nur ein transparentes Unternehmen kann ein sozial verantwortliches Unternehmen sein. Relevante Informationen dürfen den Anspruchsgruppen nicht vorenthalten werden und das Geschäftsgeheimnis darf nicht als Vorwand für eine restriktive Kommunikationspolitik missbraucht werden. Ein verantwortliches Unternehmen berichtet umfassend über die Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit, die Herkunft von Waren, Steuerzahlungen, Lobbyaktivitäten und Mitgliedschaften, wie auch über Massnahmen zur Einhaltung sozialer und ökologischer Normen sowie über allfällige Probleme bei deren Umsetzung.
Einheitliche Kontrolle/Verifizierung
Neben der Transparenz spielt auch die Kontrolle der CSR-Instrumente eine Schlüsselrolle. Diese beginnt beim firmeninternen Monitoring der gesetzten Ziele, wird aber ergänzt durch externe Überprüfung durch unabhängige Organisationen. Dies am besten durch eine Verifizierung im Rahmen einer so genannten Multistakeholder-Initiative, die alle Betroffenen mit einbezieht.
Konsequente Haftung/Wiedergutmachung
Die soziale Verantwortung eines Unternehmens erstreckt sich auch auf die Vergangenheit. Es ist nicht zulässig, willkürliche Zeitschnitte zu machen und frühere Schäden oder Menschenrechtsverletzungen zu ignorieren. Verantwortliche Unternehmen stehen zu ihren früheren Fehlern, versuchen Schäden wieder gut zu machen und entschädigen Opfer angemessen.
CSR ist Chefsache
Unternehmensverantwortung soll nicht an PR-Abteilungen oder CSR-Stäbe delegiert werden, sondern als Teil der Strategie das ganze Unternehmen durchdringen. Die Kontrolle der Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards und aller übrigen CSR-Massnahmen ist dabei auf höchster Führungsebene zu verankern. Alle Entscheide, die soziale, ökologische oder politische Folgen haben können, werden systematisch auf ihre Auswirkungen auf Dritte untersucht.
Unternehmen übernehmen für alle Schäden, die ihre Produkte anrichten (können), die volle Verantwortung. Diese erstreckt sich über den ganzen Lebenszyklus eines Produkts: Von der Forschung, über die Herstellung und den Gebrauch bis zur Entsorgung. Ein verantwortliches Unternehmen stellt keine gesundheitsgefährdenden und umweltschädigenden Produkte her oder solche, die Abhängigkeiten schaffen (z.B. Terminator-Saatgut), noch verkauft es solche.
Ökologische Nachhaltigkeit
Die CSR-Thematik wurde von vielen Unternehmen zuerst als betriebliches Umweltmanagement erkannt. Ökologische Nachhaltigkeit bleibt ein Kernthema der Debatte. Unternehmen, die mit ihrer Tätigkeit, ihren Produkten oder ihren Dienstleistungen direkt oder indirekt negative Auswirkung auf die Qualität von Luft, Wasser, Boden, Klima, Biodiversität, biologische Sicherheit und Gesundheit haben, müssen ihren Rohstoffverbrauch und ihren Emissionsausstoss reduzieren. Zudem müssen verantwortliche Unternehmen das Vorsorgeprinzip respektieren, sich an internationalen Umweltvereinbarungen orientieren und frühere Schäden beheben.
Menschenwürdige Arbeitsbedingungen
Unternehmen «leben» von der Arbeit von Lohnabhängigen. Sie haben aber nicht nur eine Verantwortung gegenüber jenen Menschen, die direkt bei ihnen angestellt sind, sondern tragen auch Mitverantwortung für die Arbeitsbedingungen bei Lieferanten, Lizenznehmern oder Firmen, die sie finanzieren. Weltweit respektieren verantwortliche Unternehmen folgende Mindeststandards: Organisationsfreiheit und Recht auf kollektive Verhandlungen, sichere und menschenwürdige Arbeitsbedingungen sowie Existenz sichernde Löhne.
Angemessenes Marketing
Es gehört zur sozialen Verantwortung einer Firma, dafür zu sorgen, dass ihre Marktkommunikation nicht jemanden anspricht, für die/den das Produkt nicht bestimmt bzw. geeignet ist. Bei Produkten mit gesundheitlichen Auswirkungen (Medikamente, Pestizide, Zigaretten, künstliche Babynahrung) ist diese Verantwortung besonders gross. Das gilt auch bei der Werbung für Klein- und Konsumkredite.
CSR-konformes Lobbying
Verantwortliche Unternehmen streben weder im eigenen Lobbying noch über die Aktivitäten ihrer Interessens- und Branchenverbände andere Ziele an, als sie im Rahmen ihrer CSR-Bemühungen postulieren. Sie betreiben kein Lobbying zugunsten nationaler Gesetze oder internationaler Abkommen, die den Schutz der Umwelt und der Menschenrechte behindern oder dem Allgemeinwohl widersprechen.
Ethische Steuerpolitik
Gesellschaftlich verantwortliche Unternehmen verzichten darauf, ihre Steuern zu vermeiden. Sie benützen namentlich keine Offshore-Konstruktionen und andere Tricks. Und sie bezahlen ihre Steuern dort, wo auch die Wertschöpfung geschieht. Zudem legen sie alle Zahlen über Tochterunternehmen, deren Profite und deren Steuerzahlungen offen.
Volle Transparenz
Nur ein transparentes Unternehmen kann ein sozial verantwortliches Unternehmen sein. Relevante Informationen dürfen den Anspruchsgruppen nicht vorenthalten werden und das Geschäftsgeheimnis darf nicht als Vorwand für eine restriktive Kommunikationspolitik missbraucht werden. Ein verantwortliches Unternehmen berichtet umfassend über die Auswirkungen der Unternehmenstätigkeit, die Herkunft von Waren, Steuerzahlungen, Lobbyaktivitäten und Mitgliedschaften, wie auch über Massnahmen zur Einhaltung sozialer und ökologischer Normen sowie über allfällige Probleme bei deren Umsetzung.
Einheitliche Kontrolle/Verifizierung
Neben der Transparenz spielt auch die Kontrolle der CSR-Instrumente eine Schlüsselrolle. Diese beginnt beim firmeninternen Monitoring der gesetzten Ziele, wird aber ergänzt durch externe Überprüfung durch unabhängige Organisationen. Dies am besten durch eine Verifizierung im Rahmen einer so genannten Multistakeholder-Initiative, die alle Betroffenen mit einbezieht.
Konsequente Haftung/Wiedergutmachung
Die soziale Verantwortung eines Unternehmens erstreckt sich auch auf die Vergangenheit. Es ist nicht zulässig, willkürliche Zeitschnitte zu machen und frühere Schäden oder Menschenrechtsverletzungen zu ignorieren. Verantwortliche Unternehmen stehen zu ihren früheren Fehlern, versuchen Schäden wieder gut zu machen und entschädigen Opfer angemessen.
CSR ist Chefsache
Unternehmensverantwortung soll nicht an PR-Abteilungen oder CSR-Stäbe delegiert werden, sondern als Teil der Strategie das ganze Unternehmen durchdringen. Die Kontrolle der Umsetzung von Sozial- und Umweltstandards und aller übrigen CSR-Massnahmen ist dabei auf höchster Führungsebene zu verankern. Alle Entscheide, die soziale, ökologische oder politische Folgen haben können, werden systematisch auf ihre Auswirkungen auf Dritte untersucht.
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