Abacha-Gelder: Weltbankbericht bestätigt NGO-Kritik
Zürich und Basel, 22.12.2006 - Verspätet veröffentlichte die Weltbank gestern abend ihren Bericht über ihr Monitoring der Verwendung der nach Nigeria rückgeführten Abacha-Gelder. Nigerianische Nicht-Regierungsorganisationen (NGO), die am Monitoring beteiligt waren, legten am Montag bereits einen eigenen Bericht vor. Der Weltbankbericht bestätigt nicht nur die Kritik an der Rückführung der rund 500 Millionen Abacha-Dollar, wie sie auch die Schweizer Abacha-Koalition* schon geäussert hat, sondern zeigt weitere Schwachpunkte und klare Perspektiven für künftige Rückführungen. |
Der nun vorliegende Bericht der Weltbank kritisiert die Verwendung der Abacha-Gelder in weitgehend denselben Punkten wie zuvor schon der NGO-Bericht:
Nigeria ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Schweiz muss künftig frühzeitig aktiv das Interesse des geschädigten Landes daran wecken, die Zivilgesellschaft am Aufbau von langfristigen Monitoring-Strukturen sowie am Budgetprozess zu beteiligen. Es hat sich im Fall Abacha klar gezeigt, dass die Schweiz den Spielraum stiller Diplomatie zu diesem Ziel weit stärker und viel früher als bisher nutzen kann und muss, soll die Rückführung von Potentatengeldern erfolgreich sein. Die einseitige Orientierung am Souveränitätsprinzip ist bei Rückführungsentscheiden kontraproduktiv und weder im Interesse der Schweiz noch der Bevölkerung des geschädigten Landes.
Weitere Informationen
Andreas Missbach, Erklärung von Bern, 079 478 91 94
Max Mader, Aktion Finanzplatz Schweiz, 078 808 21 53
Die NGO- und Weltbank-Monitoringberichte finden sich auf www.evb.ch/abacha bzw. www.aktionfinanzplatz.ch/news sowie www.worldbank.org
* Die NGO-Koalition zur fairen und transparenten Rückführung der Abacha-Gelder besteht aus Aktion Finanzplatz Schweiz, Brot für alle, Erklärung von Bern, Greenpeace Schweiz, Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie (INFOE), Nigeria Awareness Group, Gesellschaft für bedrohte Völker und Transparency International Schweiz.
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Nigeria ist eines der ärmsten Länder der Welt. Die Schweiz muss künftig frühzeitig aktiv das Interesse des geschädigten Landes daran wecken, die Zivilgesellschaft am Aufbau von langfristigen Monitoring-Strukturen sowie am Budgetprozess zu beteiligen. Es hat sich im Fall Abacha klar gezeigt, dass die Schweiz den Spielraum stiller Diplomatie zu diesem Ziel weit stärker und viel früher als bisher nutzen kann und muss, soll die Rückführung von Potentatengeldern erfolgreich sein. Die einseitige Orientierung am Souveränitätsprinzip ist bei Rückführungsentscheiden kontraproduktiv und weder im Interesse der Schweiz noch der Bevölkerung des geschädigten Landes.
Weitere Informationen
Andreas Missbach, Erklärung von Bern, 079 478 91 94
Max Mader, Aktion Finanzplatz Schweiz, 078 808 21 53
Die NGO- und Weltbank-Monitoringberichte finden sich auf www.evb.ch/abacha bzw. www.aktionfinanzplatz.ch/news sowie www.worldbank.org
* Die NGO-Koalition zur fairen und transparenten Rückführung der Abacha-Gelder besteht aus Aktion Finanzplatz Schweiz, Brot für alle, Erklärung von Bern, Greenpeace Schweiz, Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie (INFOE), Nigeria Awareness Group, Gesellschaft für bedrohte Völker und Transparency International Schweiz.
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