WEF-Watchletter
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Gurken und Rosen, die dritte Auflage  (28.01.06)
Eine Rose für die „Spritzkanne“ der Südostschweiz (S. 5) für ihre weise Vorrausicht:
„2016: Das globalisierungskritische Weltbündnis erklärt, das WEF bedeute keine Gefahr mehr für den Weltfrieden und werde folglich nicht mehr bekämpft. Präsident Schwab erleidet darauf einen leichten Nervenzusammenbruch. Das WEF wird nach kurzen Verhandlungen definitiv in die Jahresversammlung des Davoser Gewerbevereins integriert.“

Eine Rose für Ernst W. Eggimann, Schweizer Bauer (S. 11), für seine (Un)Zufriedenheit:
„Mich stört es nicht, dass am Weltwirtschaftsforum die Elite von Politik, Wirtschaft und Kultur zusammenkommt, um jene Menschheitsprobleme, die anders als global nicht anzugehen sind, zu diskutieren. Es stört mich höchstens, dass es ein Defilee fast nur der Reichen, der Schwerreichen ist; dass Nonprofit-Organisationen in markanter Unterzahl vertreten sind und ihr Gewicht dementsprechend gering ist. Nicht so unglücklich bin ich darum, dass es in Caracas eine Gegenveranstaltung zum Davoser WEF gab, das Weltsozialforum."

Eine Gurke für das Bündner Tagblatt (S. 3) wegen dumpfer Verharmlosung:
„Sibirische Kälte hat ganz Europa im Griff und lässt den Winter wie in guten alten Zeiten aussehen: Hoffentlich vergessen die einschlägigen Kreise darob in diesen Wochen ihren globalen Protest gegen die Klimaerwärmung nicht.“