WEF-Watchletter
Erogene WEF-Zonen (28.01.06)
Hinter den geschlossenen Türen in Davos findet auch echt Erregendes statt. Neben der Anbahnung lukrativer Geschäftsbeziehungen und dem Umgarnen von Politikern spricht man(n) auch über Formen echter Partnerschaft. Unter der Leitung der „Sexologin“ Dagmar O´Connor werden Kindheitserfahrungen reflektiert. Diese Ureindrücke müssen gemäss O’Connor überprüft und verarbeitet werden, um in der zunehmend stressigen Managerwelt zu reüssieren. Sonst bestehe die Gefahr, dass das Sexualleben der Wirtschaftselite unter deren proppevollem Business-Kalender begraben werde. Den auch am WEF anwesenden CEOs von Pfizer, Henry A. McKinnell („Mister Viagra“), würde dies zwar freuen. Allerdings gilt es zu bedenken, dass die Sexualität laut Panelausschreibung „der einzige universelle Teil des menschlichen Lebens“ ist. Wir dachten bis anhin, universell seien vor allem die Menschenrechte. Andererseits: Wo wenn nicht am respektive vom WEF sollte eine solche Umwertung aller Werte stattfinden?


