Götter Gräber und Geschäfte - Von der Plünderung fremder Kulturen Erklärung von Bern, 120 Seiten, 1992
Aus Nepal sind in den letzten drei Jahrzehnten fast die Hälfte der Kunstschätze aus Tempeln und Andachtsstätten verschwunden. Köpfe von Schutz-heiligen wurden abgeschlagen, Statuen von Göttinnen und Göttern gestohlen und ins Ausland geschmuggelt. Nepal ist nur ein Beispiel. Der internationale Kunstmarkt mit seinen ins Unermessliche steigenden Preisen ist der Motor für die Plünderung der Kulturen. Kunst wird immer mehr zum Investitionsobjekt und zur Kapitalanlage. Die Grenzen der Legalität werden dabei oft überschritten. Und die Schweiz hat sich dank ihrer äusserst liberalen Gesetzgebung zu einem eigentlichen Umschlagplatz für dubiose Kunstgeschäfte entwickelt.
Diese Broschüre der Erklärung von Bern beleuchtet das Geschäft mit Kunst und Kulturgütern und seine Hintergründe. Sie bringt Berichte und Interviews über die Situation in den geplünderten Ländern. Sie hinterfragt das noch weit verbreitete Selbstverständnis europäischer Museen als «Hüter des kulturellen Erbes der Menschheit» und fordert Massnahmen gegen den Ausverkauf der Kulturen.