Nestlé
Mord an Nestlé-Gewerkschafter (30.09.05)
Gewerkschafter von Nestlé-Fabrik in den Philippinen ermordet
Am 22. September 2005 wurde Diosdado Fortuna, Gewerkschaftspräsident der Nestlé-Fabrik in Cabuyao, in der philippinischenen Region Süd-Tagalog durch zwei Schüsse in den Rücken in der Nähe der Fabrik getötet. Er ist bereits der zweite Präsident der Nestlé-Gewerkschaft, der ermordet wurde. Fortuna befand sich auf dem Heimweg von einem Streik in der Nestlé-Fabrik. Seit über drei Jahren besteht ein Konflikt mit dem Schweizer Lebensmittelkonzern. Die 638 Nestlé-Arbeiter und 5 -Arbeiterinnen der fünfzig Kilometer südlich der Hauptstadt Manila gelegenen Nestlé-Fabrik sind seit dem 14. Januar 2002 im Streik. Nestlé verweigert ihnen die im Kollektivvertrag zugesicherten Pensionsgelder, obwohl sich ein Gericht zugunsten der Beschäftigten ausgesprochen hatte.
Die Mehrheit der Streikenden arbeitete seit über 25 Jahren bei Nestlé. Für Nestlé gilt die alte Belegschaft jedoch als entlassen. Seither wurden ungelernte Temporärangestellte eingestellt, die nicht vom Recht auf Organisationsfreiheit Gebrauch machen können. Die Gewerkschaft hofft nun auf einen baldigen Entscheid des obersten Gerichts, der ihrer Forderung Recht gibt und Nestlé zwingt, sie wieder einzustellen (WOZ 29. September 2005, S. 9).
Die skrupellose Politik von Nestlé muss im Kontext der Gräueltaten der Militärs gesehen werden. Der Tod Fortunas ist bereits der vierte Mord eines politischen Aktivisten in Süd-Tagalog in diesem Monat. Auch lokale Partner der Erklärung von Bern, die sich in Mindanao für die Interessen der indigenen Bevölkerung beim Bau von Staudämmen einsetzen, erhielten Morddrohungen. Alleine in Süd-Tagalog wurden seit Beginn der Amtszeit von Präsidentin Arroyo im 2001 120 Menschen aus politischen Gründen ermordet.
Die Erklärung von Bern verurteilt die repressive Politik der philippinischen Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo gegen Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Der Schweizer Lebensmittelkonzern sollte endlich dafür sorgen, dass das lokale Nestlé-Management durch ihre gewerkschaftsfeindliche Haltung nicht weiter Öl ins Feuer giesst. Daher ruft die Erklärung von Bern dazu auf, die Petition der Internationalen Union der Lebensmittel- und Landwirtschafts-Gewerkschaften (IUL) an die die Regierung der Philippinen zu unterstützen.
Die Mehrheit der Streikenden arbeitete seit über 25 Jahren bei Nestlé. Für Nestlé gilt die alte Belegschaft jedoch als entlassen. Seither wurden ungelernte Temporärangestellte eingestellt, die nicht vom Recht auf Organisationsfreiheit Gebrauch machen können. Die Gewerkschaft hofft nun auf einen baldigen Entscheid des obersten Gerichts, der ihrer Forderung Recht gibt und Nestlé zwingt, sie wieder einzustellen (WOZ 29. September 2005, S. 9).
Die skrupellose Politik von Nestlé muss im Kontext der Gräueltaten der Militärs gesehen werden. Der Tod Fortunas ist bereits der vierte Mord eines politischen Aktivisten in Süd-Tagalog in diesem Monat. Auch lokale Partner der Erklärung von Bern, die sich in Mindanao für die Interessen der indigenen Bevölkerung beim Bau von Staudämmen einsetzen, erhielten Morddrohungen. Alleine in Süd-Tagalog wurden seit Beginn der Amtszeit von Präsidentin Arroyo im 2001 120 Menschen aus politischen Gründen ermordet.
Die Erklärung von Bern verurteilt die repressive Politik der philippinischen Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo gegen Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften. Der Schweizer Lebensmittelkonzern sollte endlich dafür sorgen, dass das lokale Nestlé-Management durch ihre gewerkschaftsfeindliche Haltung nicht weiter Öl ins Feuer giesst. Daher ruft die Erklärung von Bern dazu auf, die Petition der Internationalen Union der Lebensmittel- und Landwirtschafts-Gewerkschaften (IUL) an die die Regierung der Philippinen zu unterstützen.


