Public Eye Awards 2006
Zurück Druckbare Version Diese Seite weiterleiten


Ankündigung der Public Eye Awards 2006  (01.07.05)
Die Erklärung von Bern (EvB) und Pro Natura organisieren Ende Januar 2006 in Davos die zweiten Public Eye Awards für unverantwortliches Konzernverhalten. Die erstmalige Preisverleihung im Januar 2005 hat weltweite Beachtung gefunden und bei den betroffenen Unternehmen auch Reaktionen provoziert.


Seit dem Jahr 2000 führen die EvB und Pro Natura zeitgleich mit dem Jahrestreffen des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos eine globalisierungskritische Veranstaltung durch. Diese wird getragen von mehreren Nichtregierungsorganisationen (NGOs) aus allen Kontinenten. Im Zentrum steht eine fundierte Kritik an der neoliberalen Globalisierung, wie sie massgeblich von den Mitgliedern des WEF, den grossen transnationalen Unternehmen, vorangetrieben wird.

Mit den Public Eye Awards wird drastisch vor Augen geführt, welche massiven sozialen und ökologischen Auswirkungen die einseitig wirtschaftliche Globalisierung im konkreten Einzelfall hat. Die Public Eye Awards zeigen auch, dass freiwillige Verhaltensrichtlinien für Unternehmen wie der „Global Compact“ nicht genügen. Die NGOs fordern stattdessen verbindliche und mit wirksamen Kontroll- und Sanktionsmechanismen ausgestattete Normen.

Mit den Public Eye Awards werden Unternehmen ausgezeichnet, die durch ein besonders schädliches Verhalten aufgefallen sind. 2006 werden Preise in den Kategorien Umwelt, Soziales (Menschen- und Arbeitsrechte) und Steuern vergeben. Neu wird zudem ein «Positive Award» verliehen.

Die Public Eye Awards dienen dazu, eine Globalisierung der Gerechtigkeit und der ökologischen Anliegen zu fordern. Dabei fühlen wir uns verbunden mit dem Weltsozialforum, das erstmals 2001 in Porto Alegre/Brasilien stattfand.

Die Public Eye Awards werden von der EvB koordiniert. Die entwicklungspolitische Organisation mit Sitz in Zürich und Lausanne wird von 20'000 Mitgliedern getragen und engagiert sich seit 1968 auf nationaler und internationaler Ebene für gerechte und umweltverträgliche Nord-Süd-Beziehungen in Politik, Wirtschaft, Kultur und Ernährung.

Sind Sie an weiteren Informationen interessiert? Dann registrieren Sie sich bitte für den «EvB-Newsletter» oder kontaktieren Sie uns auf Tel. 044 277 70 00 oder info@evb.ch