Public Eye on Davos 2003
Die EvB am Weltsozialforum in Porto Alegre (03.02.03)
Die EvB am Weltsozialforum in Porto Alegre
Impressionen aus Porto Alegre von Jean-Claude Huot vom Sekretariat französische Schweiz der Erklärung von Bern.
Eine neue Welt bauen
Vier Tage Seminare, runde Tische, Konferenzen und Workshops. Ergebnis ist eine Fülle von Ideen, Projekten und Freundschaften. Das Weltsozialforum (WSF) erfüllt als Netzwerk der Netzwerke seine Funktion: Es hat Menschen zusammen geführt und die Entwicklung von Projekten auf globaler Ebene ermöglicht. Das WSF ist nicht etwa ein Ort der ideologischen Affirmation, sondern ein Schmelztiegel, wo Allianzen geschmiedet, Aktionen geplant werden und wo die Samen einer neuen Welt spriessen. Auch die Erklärung von Bern war in Porto Alegre vertreten und hat sich bei zwei Projekten aktiv eingebracht.
Steuerflucht
Das erste Projekt betrifft das Thema Steuerhinterziehung und –betrug. Durch diese illegitimen Praktiken entgehen den Ländern des Südens Steuergelder in der Höhe der öffentlichen Entwicklungshilfe-Beiträge. Am 24./25. Januar 2003 stand zu diesem Themenkomplex ein Seminar auf dem WSF-Programm, das von der Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke, der Erklärung von Bern und Attac Deutschland organisiert wurde. Jean-Claude Huot von der Erklärung von Bern hat dort in einem Referat dargelegt, welche Rolle die Schweiz bei der Steuerfluchtproblematik spielt.
Analyse und Aktion verbinden
Das zweite Projekt betraf das Verhältnis von Analyse und Aktion. Zwar sind bereits Ansätze solidarischer Wirtschaftsweise auszumachen, doch können diese angesichts der ungünstigen wirtschaftspolitischen Bedingungen nicht weiter entwickelt werden. Voraussetzung für aktive Veränderungen ist eine gründliche Situationsanalyse, welche zweierlei Aufgaben hat: Zum einen Aufschluss über das Zustandekommen und die Funktionsweisen der politischen bzw. wirtschaftlichen Strukturen und Institutionen zu geben und zum anderen das Potential der solidarischen Wirtschaftsweise zu beleuchten. Politisches Handeln, wie jenes der Erklärung von Bern, trägt dazu bei, die bestehenden Strukturen und Institutionen so zu verändern, dass sie im Dienst der Menschen stehen. Am 25. Januar 2003 hat am WSF ein Seminar stattgefunden, das den Zusammenhang von Analyse und Aktion ins Zentrum setzte. Organisiert wurde es vom Genfer Institut Universitaire d’Etudes du Développement (IUED). Die Erklärung von Bern war mit Jean-Claude Huot und Beat Dietschy, Präsident Sektion deutsche Schweiz, vertreten.
Bausteine einer anderen Welt
Die Erwartungen der BrasilianerInnen, ja aller LateinamerikanerInnen gegenüber dem neuen Präsidenten Lula sind enorm und kamen am WSF in Porto Alegre in verschiedenen Veranstaltungen zum Ausdruck. Lula als Symbol und Hoffnungsträger auf dem Weg zu einer anderen Welt. Trotz der Fülle von Ideen und Träumen wurden in Porto Alegre kein fertiger Bauplan für diese andere Welt vorgelegt. Aber die Bausteine wurden identifiziert: Gewaltfreiheit, Demokratie und Respektierung der Vielfalt. Die nächste Bauetappe: das vierte WSF im Januar 2004 in Indien.
Eine neue Welt bauen
Vier Tage Seminare, runde Tische, Konferenzen und Workshops. Ergebnis ist eine Fülle von Ideen, Projekten und Freundschaften. Das Weltsozialforum (WSF) erfüllt als Netzwerk der Netzwerke seine Funktion: Es hat Menschen zusammen geführt und die Entwicklung von Projekten auf globaler Ebene ermöglicht. Das WSF ist nicht etwa ein Ort der ideologischen Affirmation, sondern ein Schmelztiegel, wo Allianzen geschmiedet, Aktionen geplant werden und wo die Samen einer neuen Welt spriessen. Auch die Erklärung von Bern war in Porto Alegre vertreten und hat sich bei zwei Projekten aktiv eingebracht.
Steuerflucht
Das erste Projekt betrifft das Thema Steuerhinterziehung und –betrug. Durch diese illegitimen Praktiken entgehen den Ländern des Südens Steuergelder in der Höhe der öffentlichen Entwicklungshilfe-Beiträge. Am 24./25. Januar 2003 stand zu diesem Themenkomplex ein Seminar auf dem WSF-Programm, das von der Arbeitsgemeinschaft der Hilfswerke, der Erklärung von Bern und Attac Deutschland organisiert wurde. Jean-Claude Huot von der Erklärung von Bern hat dort in einem Referat dargelegt, welche Rolle die Schweiz bei der Steuerfluchtproblematik spielt.
Analyse und Aktion verbinden
Das zweite Projekt betraf das Verhältnis von Analyse und Aktion. Zwar sind bereits Ansätze solidarischer Wirtschaftsweise auszumachen, doch können diese angesichts der ungünstigen wirtschaftspolitischen Bedingungen nicht weiter entwickelt werden. Voraussetzung für aktive Veränderungen ist eine gründliche Situationsanalyse, welche zweierlei Aufgaben hat: Zum einen Aufschluss über das Zustandekommen und die Funktionsweisen der politischen bzw. wirtschaftlichen Strukturen und Institutionen zu geben und zum anderen das Potential der solidarischen Wirtschaftsweise zu beleuchten. Politisches Handeln, wie jenes der Erklärung von Bern, trägt dazu bei, die bestehenden Strukturen und Institutionen so zu verändern, dass sie im Dienst der Menschen stehen. Am 25. Januar 2003 hat am WSF ein Seminar stattgefunden, das den Zusammenhang von Analyse und Aktion ins Zentrum setzte. Organisiert wurde es vom Genfer Institut Universitaire d’Etudes du Développement (IUED). Die Erklärung von Bern war mit Jean-Claude Huot und Beat Dietschy, Präsident Sektion deutsche Schweiz, vertreten.
Bausteine einer anderen Welt
Die Erwartungen der BrasilianerInnen, ja aller LateinamerikanerInnen gegenüber dem neuen Präsidenten Lula sind enorm und kamen am WSF in Porto Alegre in verschiedenen Veranstaltungen zum Ausdruck. Lula als Symbol und Hoffnungsträger auf dem Weg zu einer anderen Welt. Trotz der Fülle von Ideen und Träumen wurden in Porto Alegre kein fertiger Bauplan für diese andere Welt vorgelegt. Aber die Bausteine wurden identifiziert: Gewaltfreiheit, Demokratie und Respektierung der Vielfalt. Die nächste Bauetappe: das vierte WSF im Januar 2004 in Indien.


