Beldona (14.10.10)
Das Spinnendiagramm zeigt auf, wie stark und in welchen Bereichen sich eine Firma um soziale Standards kümmert. Je grösser die Fläche im Diagramm, desto stärker das Engagement der Firma in diesem Bereich. Im Spinnendiagramm kann auf den jeweiligen Begriff geklickt und die Detailinformationen abgefragt werden.
| Name des Unternehmens: | Beldona |
| Hauptsitz (Stadt, Land): | Baden-Dättwil, Schweiz |
| Gegründet: | 1958 |
| Anzahl Verkaufsstellen: | 68 |
| BesitzerIn des Unternehmens: | Private Aktiengesellschaft in Besitz der Logo International B.V. (Holländische Gruppe mit zahlreichen Beteiligungen im Bekleidungssektor) |
| Name des CEO: | Sabina Furler |
| Unternehmensumsatz: | unbekannt |
| Unternehmensgewinn: | unbekannt |
| Produktionsländer: | China (Volksrepublik), Indien, Deutschland, Italien, Portugal |
| Produktbeschreibung: | Lingerie, Bademode, Tag- und Nachtwäsche der Eigenmarke: Beldona; Markenartikel anderer Firmen. |
Kommentar der CCC
Bei der letzten Umfrage wollte Beldona noch nicht teilnehmen, dieses Mal zeigte sich die Firma transparenter. Sie ist zudem in der Zwischenzeit der Business Social Compliance Initiative (BSCI) beigetreten. BSCI ist eine Unternehmensinitiative. Wichtige Anspruchsgruppen wie Gewerkschaften oder NGOs sind in keinen leitenden Gremien vertreten. Es fehlt der BSCI daher eine breite zivilgesellschaftliche Abstützung, welche der Initiative eine höhere Glaubwürdigkeit geben würde. Die BSCI wurde gegründet, um die Bemühungen verschiedener Firmen zu bündeln und Doppelspurigkeiten, zum Beispiel bei Audits, zu verhindern – eine grundsätzlich sinnvolle Massnahme. Das System will mittels Audits und Korrekturmassnahmen sowie Trainings die Arbeitsbedingungen in den Fabriken verbessern. Ohne eine Verifizierung, das heisst die unabhängige Überprüfung der Umsetzung durch eine Multi-Stakeholder-Initiative in Zusammenarbeit mit lokalen NGOs und Gewerkschaften, werden viele Arbeitsrechtsverstösse aber oft gar nicht aufgedeckt. Massnahmen in den Produktionsbetrieben allein reichen zudem nicht aus. Insbesondere die Einkaufspraxis der Markenfirmen hat einen entscheidenden Einfluss darauf, ob Verbesserungen überhaupt stattfinden können. Ohne eine regelmässige unabhängige Analyse der Managementprozesse und Firmenpolitik der Markenfirmen fehlt BSCI daher ein weiteres wichtiges Standbein für die nachhaltige Verbesserung der Arbeitsbedingungen. Ein zentraler Mangel bei BSCI ist zudem, dass sich die Mitglieder nicht zur Bezahlung eines existenzsichernden Lohnes verpflichten.Zur Stärkung der Rechte der ArbeiterInnen und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen tragen Gewerkschaften viel bei. Beldona produziert einen beträchtlichen Teil seiner Artikel in Ländern, in denen die Gewerkschaftsfreiheit stark eingeschränkt ist, wie zum Beispiel China. Hier braucht es spezielle Massnahmen, um die angemessene Vertretung der ArbeiterInnen dennoch sicherzustellen.
Beldona hat keine Produkte aus Bio- oder Fairtrade-Baumwolle im Sortiment.
Die Beurteilung der Unternehmenspolitik hinsichtlich Transparenz sowie der Implementierung und dem Monitoring von Arbeitsrechtsnormen basiert auf den Antworten des Unternehmens auf den Fragebogen der CCC und auf einer zusätzlichen Recherche von Dokumenten, durchgeführt von der CCC.
Äussern Sie gegenüber Beldona Ihre Zweifel am BSCI-Ansatz und fordern Sie, dass sich die Firma zur Bezahlung eines existenzsichernden Lohnes für alle ArbeiterInnen in der gesamten Lieferkette verpflichtet. Motivieren Sie Beldona zudem, einer Multi-Stakeholder-Verifizierungsstelle beizutreten und drücken Sie Ihren Wunsch nach Bio- und Fairtrade-Baumwolle aus (info@beldona.ch).




