Triumph: Entlassungen
Mahnwache der Triumph-Arbeiterinnen gewaltsam geräumt (14.05.10)
Am 4. Mai 2010 wurde die Mahnwache der seit Sommer 2009 protestierenden Triumph-Arbeiterinnen gewaltsam aufgelöst. Mehr als 200 Sicherheitskräfte schüchterten die Protestierenden ein, zerstörten Zelte und Protestmaterialien und verletzten mehrere Frauen.
Die Gruppe von Sicherheitskräften setzte sich aus Polizisten der "Philippine National Police", Sicherheitspersonal der Zonenverwaltung "Food Trail Court Inc." sowie aus Mitarbeitern einer nationalen Sicherheitsagentur zusammen. Sie beriefen sich auf eine einstweilige Verfügung gegen die Arbeiterinnen der Triumph Gewerkschaft, die am 23. April 2010 durch das Amtsgericht "Taguig City" Philippinen ausgestellt wurde. Obwohl die Protestierenden erneute Einschüchterungen und Attacken befürchten, haben sie sich in einer neuen Mahnwache unweit der ehemaligen Triumph-Fabrik aufgestellt.
Mehrere Treffen beim "National Mediation Conciliatory Board" haben bisher keine Lösung gebracht, denn Triumph International hat sich stets geweigert, über die Entlassungen und die Abfindungspakete zu verhandeln. Die Gewerkschaft hat kürzlich das "Department of Labor and Employment" (DOLE) um Unterstützung angefragt, damit die Frauen eine Kooperative gründen und ein Einkommen generieren können.
Der Antrag auf die einstweilige Verfügung gegen die Arbeiterinnen der Triumph Gewerkschaft wurde vom "Food Terminal Inc." eingereicht, das die Industriezone, in der die Triumph-Fabrik angesiedelt war, verwaltet. Gerichtsdokumente belegen, dass Triumph International der Zonenverwaltung fixe Einrichtungen versprochen hat, wenn diese die beweglichen Gerätschaften an Triumph International ausliefert. "Food Terminal Inc." hat nicht nur die einstweilige Verfügung beantragt, sondern erhebt zusätzlich Schadenersatzforderungen für entgangene Mieten der ehemaligen Triumph-Fabrikräumlichkeiten von monatlich rund 1.5 Mio. Pesos vom Januar 2010 an, bis zum heutigen Zeitpunkt total mehr als 7 Mio. Pesos (=rund 117'000 Euro).
Als Zeichen dafür, dass die Gewerkschafterinnen den Kampf um ihre Rechte nicht aufgeben und um ein kleines Einkommen zu generieren, haben die Triumph-Arbeiterinnen die "Maria’s Solidarity Collection" gegründet. Das Angebot, das in einem improvisierten Produktionsbetrieb bei der Mahnwache produziert wird, umfasst Hosen, Tops und Taschen.
Die Gruppe von Sicherheitskräften setzte sich aus Polizisten der "Philippine National Police", Sicherheitspersonal der Zonenverwaltung "Food Trail Court Inc." sowie aus Mitarbeitern einer nationalen Sicherheitsagentur zusammen. Sie beriefen sich auf eine einstweilige Verfügung gegen die Arbeiterinnen der Triumph Gewerkschaft, die am 23. April 2010 durch das Amtsgericht "Taguig City" Philippinen ausgestellt wurde. Obwohl die Protestierenden erneute Einschüchterungen und Attacken befürchten, haben sie sich in einer neuen Mahnwache unweit der ehemaligen Triumph-Fabrik aufgestellt.
Hintergrund
Bereits bei den ersten Anzeichen einer Veränderung der Produktion in den zwei Triumph-Tochterfirmen "Triumph International Philippines Inc." und "Star Performance Inc." im März 2009 hat die Gewerkschaft beim Triumph-Management vorgesprochen und die einseitig gefällten Entscheide sowie den Mangel an Transparenz im Zusammenhang mit dem Produktionsrückgang beanstandet. Als im Juni 2009 die Fabrikschliessungen angekündet wurden, haben sich mehr als 300 Arbeiterinnen in einer Mahnwache zusammengeschlossen und verhindert, dass die Firma die Maschinenanlagen entfernt, bevor eine Einigung zwischen Management und Gewerkschaft erreicht wird. Obwohl es mehrere Zwischenfälle gab, bei denen die Mahnwache teils massiv gestört wurde, protestieren bis heute noch immer rund 100 Frauen weiter.Mehrere Treffen beim "National Mediation Conciliatory Board" haben bisher keine Lösung gebracht, denn Triumph International hat sich stets geweigert, über die Entlassungen und die Abfindungspakete zu verhandeln. Die Gewerkschaft hat kürzlich das "Department of Labor and Employment" (DOLE) um Unterstützung angefragt, damit die Frauen eine Kooperative gründen und ein Einkommen generieren können.
Der Antrag auf die einstweilige Verfügung gegen die Arbeiterinnen der Triumph Gewerkschaft wurde vom "Food Terminal Inc." eingereicht, das die Industriezone, in der die Triumph-Fabrik angesiedelt war, verwaltet. Gerichtsdokumente belegen, dass Triumph International der Zonenverwaltung fixe Einrichtungen versprochen hat, wenn diese die beweglichen Gerätschaften an Triumph International ausliefert. "Food Terminal Inc." hat nicht nur die einstweilige Verfügung beantragt, sondern erhebt zusätzlich Schadenersatzforderungen für entgangene Mieten der ehemaligen Triumph-Fabrikräumlichkeiten von monatlich rund 1.5 Mio. Pesos vom Januar 2010 an, bis zum heutigen Zeitpunkt total mehr als 7 Mio. Pesos (=rund 117'000 Euro).
Als Zeichen dafür, dass die Gewerkschafterinnen den Kampf um ihre Rechte nicht aufgeben und um ein kleines Einkommen zu generieren, haben die Triumph-Arbeiterinnen die "Maria’s Solidarity Collection" gegründet. Das Angebot, das in einem improvisierten Produktionsbetrieb bei der Mahnwache produziert wird, umfasst Hosen, Tops und Taschen.




