Wie werden diese Rohstoffe abgebaut?
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Vertreibungen in Südafrika und Sambia

Der Abbau von Rohstoffen ist problematisch und unfair, wenn die Umwelt so belastet wird, dass den Menschen dadurch ihre Lebensgrundlage entzogen wird.

In Südafrika beispielsweise werden Dorfbewohner dazu gezwungen, ihr Ackerland aufzugeben, ohne dafür angemessen entschädigt zu werden. Menschen, die in Sambia in der Nähe von Kobaltminen wohnen, berichten von verseuchten Böden und verschmutztem Wasser. Die Verschmutzung hat ihre Einkommensquelle aus der Landwirtschaft zerstört, denn verseuchten Mais und Kohl kann niemand mehr verkaufen.

Kinderarbeit im Bergbau

In den afrikanischen Gold-, Kupfer und Kobaltminen ist Kinderarbeit sehr verbreitet. Es wird geschätzt, dass weltweit zwischen 1 und 1,5 Millionen Kinder im Bergbau arbeiten. Angeworben von fremden Männern, ziehen sie von Mine zu Mine. Für ihre Arbeit erhalten sie zwei bis vier Euro – viel für Kinder, die nichts haben.

Die Arbeit in den Goldminen ist hart und gefährlich: Knaben und Männer klettern in 50 Meter tiefe, enge Schächte. Andere durchwühlen die für die Suche nach Goldklumpen gesiebte Erde nach übriggebliebenen Krümeln. Sie zerreiben den Schutt, bis er ganz fein ist. Dann reiben sie sich ihre Hände mit Quecksilber ein, denn dieses zieht Gold an wie ein Magnet. Diese Praxis ist äussert schädlich und kann Zittern, Sprachbehinderungen, Nierenschäden und Blindheit verursachen.

Krieg im Kongo

Kongo ist reich an Metallen wie Kupfer, Zink und Zinn. Vor allem aber lagern im Boden bis zu 80 Prozent des weltweiten Vorrats an Koltan – ein Erz, das für den Bau von Handys gebraucht wird. Die Nachfrage nach solchen Metallen ist enorm, ber der Vorrat schrumpft. Deshalb ist um diese Rohstoffe ein Verteilkampf entbrannt.

Das bringt soziale Unruhen und internationale Konflikte mit sich. So kaufen die Rebellen und die Armee mit dem Ertrag aus dem Rohstoffverkauf Waffen für den Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo. Leider verhalten sich Unternehmen, die den Rohstoff nach Europa exportieren, nicht verantwortungsvoll. So schieben sie die Verantwortung ab, indem sie sagen, es sei nicht ihre Aufgabe, den Ursprung der Mineralien zu überprüfen.


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