Gold
Gold wird für die Kontakte und Anschlüsse in Handys benötigt. Beim Abbau von 0,034 g Gold, das für ein Handy benötigt wird, entstehen mindestens 100 Kilo Schutt und Sondermüll. Viele Bergbaugebiete im östlichen Kongo, aus denen Gold gewonnen wird, stehen zudem unter der Kontrolle von Rebellen und der nationalen Armee.
Kobalt
Der Abbau von Kobalt, Bestandteil der Handyakkus, führt im afrikanischen Sambia zu massiven Umweltproblemen. Die Menschen in der Nähe von Kobaltminen klagen über verseuchte Böden und verschmutztes Wasser. Bauern können deswegen kein Gemüse mehr anbauen. Auch im Kongo sind die Berg- und FabrikarbeiterInnen durch die Radioaktivität gefährdet, die von dem uranhaltigen Kobalterz ausgeht.
Kupfer
In Chile liegt die weltweit grösste Kupfermine. Der aus der Kupfergewinnung resultierende Feinstaub ist die Ursache für viele Krankheiten. Das Abwasser ist mit giftigen Chemikalien verschmutzt. Es wurde jahrzehntelang direkt in die Wüste entsorgt und verseuchte die Landschaft.
Nickel
Nickel wird für Handybatterien, elektrische Verbindungen und Mikrofonmembranen verwendet. In Europa wurde die Verwendung auf den Tastaturen der Handys stark reduziert, weil es Allergien verursacht. Durch den Abbau von Nickel entstehen in Russland so starke Emissionen, dass der Schnee sich gelb verfärbt. Reines Nickel und seine Verbindungen wirken bereits ab 50 Milligramm giftig und führen zu chronischen Schäden bei Menschen, die damit in direkten Kontakt kommen.
Tantal/Koltan
Tantal ist ein hitze- und säureresistentes, einfach zu verarbeitendes Metall, das für die Kondensatoren in Handys gebraucht wird. Mit dem Handyboom hat auch die Nachfrage nach diesem Metall zugenommen. Seither wird der Rohstoff hemmungslos geplündert. Die wichtigsten bewaffneten Gruppen im Osten des Kongo finanzieren sich direkt aus dem Verkauf von Tantal/Koltan.
Zinn
Dieses Metall wird für Leiterplatten in Handys benutzt. In Indonesien sind grosse Waldflächen, viele Wasserquellen sowie Tier- und Pflanzenarten mit dem Zinnabbau zerstört und ausgerottet worden. Einige Teile der Inseln erinnern heute an Mondlandschaften.