Doha-Verhandlungsrunde
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Logo der WTO-Konferenz in Doha
2001 wurde an der Ministerkonferenz in Doha eine neue Verhandlungsrunde beschlossen.Für die als Doha-Entwicklungsrunde bezeichneten Verhandlungen versprachen die Industrieländer, die Handelsinteressen der Entwicklungsländer in besonderem Masse zu berücksichtigen.

Die Industrieländer haben jedoch statt Wort zu halten ein weiteres Mal ihre Eigeninteressen in den Vordergrund gestellt und von den südlichen Ländern Konzessionen gefordert, die in einer Entwicklungsrunde nichts zu suchen haben.

Unter der Führung der erstarkenden Schwellenländer wie Brasilien, China und Indien haben sich die Entwicklungsländer jedoch bis anhin erfolgreich gegen die Pressionsversuche aus dem Norden gewehrt. Als Folge lässt der Verhandlungsabschluss – obwohl ursprünglich für 2005 vorgesehen – bis heute auf sich warten.

Forderungen der EvB

Damit die Doha-Entwicklungsrunde diesen Namen auch verdient, fordert die EvB eine grundlegende Neuausrichtung der internationalen Handelsbeziehungen. Dies bedingt flexible Regeln, die die Millenium Entwicklungsziele ins Zentrum stellen und nachhaltige Produktions-, Konsum- und Handelsweisen fördern. Konkret fordert die EvB ein internationales Handelssystem, das
  • auf der Respektierung und Förderung der Arbeits- und Menschenrechte aufbaut,
  • gerechte Rohstoff- und Nahrungsmittelpreise gewährleistet,
  • Regeln gegen den Missbrauch von Marktmacht durch Konzerne erlässt
  • sowie dem Schutz der Umwelt und des Klimas verpflichtet ist.


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