Triumph entlässt tausende ArbeiterInnen
Triumph entlässt bei ihren Tochterfirmen und Zulieferern in Thailand und auf den Philippinen mehrere Tausend ArbeiterInnen. Der Zurzacher Unterwäschehersteller schiebt die Rezession als Begründung vor – auffällig ist jedoch, dass vor allem gewerkschaftlich organisierte ArbeiterInnen entlassen wurden.
Am 25. Juni hat das Management der Triumph-Tochterfirma Body Fashion Thailand (BFT) mitgeteilt, dass am 27. und 28. Juni ausserordentliche Ferien seien und die Fabrik geschlossen bleibe. Am Montag, 29. Juni, kamen alle 4200 ArbeiterInnen wieder an ihren Arbeitsplatz zurück – nur um vom BFT-Management zu erfahren, dass 1959 ArbeiterInnen per Ende August 2009 gekündet sind, die meisten davon Gewerkschaftsmitglieder. Vom 19-köpfigen Gewerkschaftskomitee haben 13 GewerkschafterInnen die Kündigung erhalten.
Die gesamte Belegschaft der Produktionsabteilung, die Schwimmanzüge herstellte, wird ebenfalls entlassen. Diese Abteilung war besonders aktiv im Streik vom Sommer 2009 und hat bis zuletzt die im Frühling 2009 aus haltlosen Gründen entlassene Gewerkschaftspräsidentin Jitra Kotshadej unterstützt.
Der Fall von BFT ist nicht der einzige, bei dem der Zurzacher Unterwäschemultis Triumph International involviert ist. Auch in der thailändischen Fabrik World Well Garment Company. Ltd, die als Unterhändlerin von BFT fungierte und unter anderem Schwimmanzüge für Triumph International herstellte, wurden per 1. Mai 2009 alle 41 ArbeiterInnen entlassen. Auf ihre letzten Löhne und die gesetzlich verpflichtete Kompensationszahlung warten die ArbeiterInnen bisher vergeblich – total sind 2.4Mio. Bath (77`000 CHF) für die ArbeiterInnen ausstehend.
In den Philippinen erfuhren am 9. Juli 1660 FabrikarbeiterInnen, dass sie per Ende August ihren Job verlieren, da die beiden Fabriken Triumph International (Philippines) Ltd. und Star Performance Inc. geschlossen werden. Die Fabriken waren gewerkschaftlich organisiert und haben für Triumph International Wäsche produziert. Der Prozess zur Schliessung der Fabriken erfolgt nicht gesetzeskonform und verletzt sowohl das philippinische Recht wie auch das Kollektivabkommen der Firma mit den Gewerkschaften.
Triumph macht die Rezession für den massiven Personalabbau geltend. Auffällig bleibt aber, dass Triumph scheinbar hauptsächlich in gewerkschaftlich gut organisierten Fabriken Entlassungen vornimmt. Triumph International hat im letzten Jahr sogar eine neue Fabrik in der Nakorn-Sawan Provinz in Thailand eröffnet. Es sollen dort insgesamt rund 2000 ArbeiterInnen arbeiten, aktuell sind bereits gegen 1000 Personen beschäftigt. Diese Fabrik hat keine gewerkschaftliche Vertretung.
Entlassungen von Gewerkschaftsführungen bis hin zur Schliessung von gewerkschaftlich gut organisierten Fabriken gehört zu einem gängigen Mittel, um die Gewerkschaftstätigkeit einzudämmen oder gar zu verunmöglichen. Solche Massnahmen stehen im Widerspruch mit den ILO-Kernarbeitsnormen sowie mit den OECD-Guidelines für Multinationale Unternehmen. Die Tatsache, dass das Management weder weder in Thailand noch in den Philippinen rechtzeitig und vor den geplanten Personalmassnahmen mit den Gewerkschaften verhandelt hat, verstösst gegen die ILO-Konvention 158 sowie gegen die OECD-Guidelines für Multinationale Unternehmen.
Die Gewerkschaften in Thailand und den Philippinen haben sich nun verbündet und wollen gemeinsam beim Schweizer Multi Triumph International ihre Rechte einfordern. Die CCC und die UNIA verlangen zusammen mit den Partner-Gewerkschaften in Thailand und den Philippinen, dass Triumph International die Kündigungen zurück nimmt, den Planungsprozess für die Umstrukturierungen in Übereinstimmung mit den ILO-Normen und den OECD-Guidelines für Multinationale Unternehmen gemeinsam mit Gewerkschaften erneut startet, dabei alle relevanten Fakten, die zu den massiven Umstrukturierungsplänen geführt haben, transparent auf den Tisch legt und in eine faire und offene Verhandlung mit den Gewerkschaften einsteigt.
Seit der Ankündigung der Entlassungen protestieren die Gewerkschaften vor den Fabriken. Am 24. Juli ziehen sie weiter vor die Schweizer Botschaften in Bangkok (Thailand) und Manila (Philippinen), um von der Schweizer Behörde im Kampf um die Einhaltung der Arbeits- und Menschenrechte Unterstützung einzufordern.
Die Kampagne wird geführt von:
Die Kampagne wird unterstützt von:
Am 25. Juni hat das Management der Triumph-Tochterfirma Body Fashion Thailand (BFT) mitgeteilt, dass am 27. und 28. Juni ausserordentliche Ferien seien und die Fabrik geschlossen bleibe. Am Montag, 29. Juni, kamen alle 4200 ArbeiterInnen wieder an ihren Arbeitsplatz zurück – nur um vom BFT-Management zu erfahren, dass 1959 ArbeiterInnen per Ende August 2009 gekündet sind, die meisten davon Gewerkschaftsmitglieder. Vom 19-köpfigen Gewerkschaftskomitee haben 13 GewerkschafterInnen die Kündigung erhalten.
Die gesamte Belegschaft der Produktionsabteilung, die Schwimmanzüge herstellte, wird ebenfalls entlassen. Diese Abteilung war besonders aktiv im Streik vom Sommer 2009 und hat bis zuletzt die im Frühling 2009 aus haltlosen Gründen entlassene Gewerkschaftspräsidentin Jitra Kotshadej unterstützt.
Der Fall von BFT ist nicht der einzige, bei dem der Zurzacher Unterwäschemultis Triumph International involviert ist. Auch in der thailändischen Fabrik World Well Garment Company. Ltd, die als Unterhändlerin von BFT fungierte und unter anderem Schwimmanzüge für Triumph International herstellte, wurden per 1. Mai 2009 alle 41 ArbeiterInnen entlassen. Auf ihre letzten Löhne und die gesetzlich verpflichtete Kompensationszahlung warten die ArbeiterInnen bisher vergeblich – total sind 2.4Mio. Bath (77`000 CHF) für die ArbeiterInnen ausstehend.
In den Philippinen erfuhren am 9. Juli 1660 FabrikarbeiterInnen, dass sie per Ende August ihren Job verlieren, da die beiden Fabriken Triumph International (Philippines) Ltd. und Star Performance Inc. geschlossen werden. Die Fabriken waren gewerkschaftlich organisiert und haben für Triumph International Wäsche produziert. Der Prozess zur Schliessung der Fabriken erfolgt nicht gesetzeskonform und verletzt sowohl das philippinische Recht wie auch das Kollektivabkommen der Firma mit den Gewerkschaften.
Triumph macht die Rezession für den massiven Personalabbau geltend. Auffällig bleibt aber, dass Triumph scheinbar hauptsächlich in gewerkschaftlich gut organisierten Fabriken Entlassungen vornimmt. Triumph International hat im letzten Jahr sogar eine neue Fabrik in der Nakorn-Sawan Provinz in Thailand eröffnet. Es sollen dort insgesamt rund 2000 ArbeiterInnen arbeiten, aktuell sind bereits gegen 1000 Personen beschäftigt. Diese Fabrik hat keine gewerkschaftliche Vertretung.
Entlassungen von Gewerkschaftsführungen bis hin zur Schliessung von gewerkschaftlich gut organisierten Fabriken gehört zu einem gängigen Mittel, um die Gewerkschaftstätigkeit einzudämmen oder gar zu verunmöglichen. Solche Massnahmen stehen im Widerspruch mit den ILO-Kernarbeitsnormen sowie mit den OECD-Guidelines für Multinationale Unternehmen. Die Tatsache, dass das Management weder weder in Thailand noch in den Philippinen rechtzeitig und vor den geplanten Personalmassnahmen mit den Gewerkschaften verhandelt hat, verstösst gegen die ILO-Konvention 158 sowie gegen die OECD-Guidelines für Multinationale Unternehmen.
Die Gewerkschaften in Thailand und den Philippinen haben sich nun verbündet und wollen gemeinsam beim Schweizer Multi Triumph International ihre Rechte einfordern. Die CCC und die UNIA verlangen zusammen mit den Partner-Gewerkschaften in Thailand und den Philippinen, dass Triumph International die Kündigungen zurück nimmt, den Planungsprozess für die Umstrukturierungen in Übereinstimmung mit den ILO-Normen und den OECD-Guidelines für Multinationale Unternehmen gemeinsam mit Gewerkschaften erneut startet, dabei alle relevanten Fakten, die zu den massiven Umstrukturierungsplänen geführt haben, transparent auf den Tisch legt und in eine faire und offene Verhandlung mit den Gewerkschaften einsteigt.
Seit der Ankündigung der Entlassungen protestieren die Gewerkschaften vor den Fabriken. Am 24. Juli ziehen sie weiter vor die Schweizer Botschaften in Bangkok (Thailand) und Manila (Philippinen), um von der Schweizer Behörde im Kampf um die Einhaltung der Arbeits- und Menschenrechte Unterstützung einzufordern.
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