In Schweizer Schoggi steckt Kinderarbeit
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Kind bei der Arbeit

(c) International Labour Rights Forum

Obwohl die Schweiz als Schokoladenland gilt, ist bei uns kaum bekannt, dass in vielen Schokoladesorten Kinderarbeit steckt.

60 Prozent des weltweit gehandelten Kakaos kommt aus Westafrika. Kinderarbeit und Kindersklaverei sind auf den Kakaoplantagen der Elfenbeinküste und Ghana gängig und werden von den Schokoladeherstellern seit Jahren bewusst in Kauf genommen. Auch Schweizer Schoggifirmen gehören dazu.

Nachgehakt bei den Firmen

Die EvB hat im Rahmen der Schoggikampagne im Jahr 2009 die 18 grossen Schweizer Schoggifirmen gefragt, wie ihre Preis- und Beschaffungspolitik für Kakao strukturiert ist und was sie gegen ausbeuterische Arbeitsbedingungen unternehmen.

Im Mai 2010 haben wir die Befragung wiederholt. 10 von 18 Unternehmen haben unseren neuen Fragebogen beantwortet – im Gegensatz zu nur einer 2009 - und weitere vier haben zur Problematik Stellung genommen. Einige Firmen bemühen sich um soziale Verbesserungen und eine gerechtere Preisgestaltung. Andere Firmen verhalten sich seit jeher ignorant. Intransparente Beschaffungsketten für Kakao bleiben das grösste Hindernis, um die üblen Arbeitsbedingungen auf den Kakaoplantagen zu bekämpfen.

Die EvB fordert deswegen

  • Transparente Lieferketten von der Kakaobohne zur Schokolade.
  • Kakaopreise zu zahlen, die den Bauern erlauben, faire Löhne an erwachsene Beschäftigte zu zahlen.
  • Mit nachhaltiger Partnerschaft finanzielle Sicherheit für die Bauernfamilien schaffen.

Die Firmenprofile 2010 der schweizerischen Schokoladehersteller sollen den Konsumierenden helfen, zwischen seriösem Engagement und Feigenblatt-Projekten zu unterscheiden.

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