Die Region und ihre Menschen
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Das Tigristal rund um das historische Städtchen Hasankeyf ist eine beeindruckende Kultur- und Naturlandschaft im Südosten der Türkei.
Hasankeyf liegt eingebettet zwischen hohen Felswänden direkt am blaugrün schimmernden Tigris. Über der Stadt ragen auf dem Burgfelsen die Überreste antiker und mittelalterlicher Gebäude, Burgen, Moscheen und Kirchen hervor. Eine mittlerweile offen liegende Geheimtreppe führte die Menschen damals ins untere Städtchen und zur berühmten Tigrisbrücke an der Seidenstrasse. Noch heute zeugen viele einzigartige Bauwerke vom einstigen Glanz der Stadt. Die Bewohner Hasankeyfs und der umliegenden Dörfer sind heute mehrheitlich kurdisch, doch man hört auch Arabisch und wird dabei an die bewegte 9'000 Jahre alte Geschichte der Gegend erinnert. 20 verschiedene Kulturen hinterliessen hier ihre Spuren.
Über den Flussauen sieht man Störche und Raubvögel ihre Kreise ziehen, trifft auf Roma und Nomaden, die am Fluss ihre Zelte aufgebaut haben, auf Fischer, die in Gummibooten den Tigris abwärts paddeln und auf spielende Kinder, die im Fluss baden. Es gibt Tausende von Felsenwohnungen, die bis vor etwa 20 Jahren noch bewohnt waren, und man begegnet immer gastfreundlichen, aufgeschlossenen Menschen, von denen die Mehrheit ihre geliebte Heimat nicht verlassen möchte.
Viele Familien sind kinderreich. Deshalb wird es in den kalten Wintermonaten eng in den kleinen Zimmern des Hauses, von denen in der Regel nur eines beheizt wird. Die Einrichtung der Häuser besteht meist nur aus ein paar Matratzen und Decken, einigen Möbelstücken und oft einem Fernsehgerät.
Weil in Hasankeyf wegen des geplanten Staudamms bereits seit 15 Jahren nicht mehr gebaut werden darf, wird dem neu verheirateten Sohn und seiner Familie ein Raum im eigenen Haus zur Verfügung gestellt. Die am Rande der Orte gelegenen Häuser der wohlhabenderen Familien unterscheiden sich nur durch die Anzahl der Zimmer und der Grösse des Grundstücks.
Hasankeyf liegt eingebettet zwischen hohen Felswänden direkt am blaugrün schimmernden Tigris. Über der Stadt ragen auf dem Burgfelsen die Überreste antiker und mittelalterlicher Gebäude, Burgen, Moscheen und Kirchen hervor. Eine mittlerweile offen liegende Geheimtreppe führte die Menschen damals ins untere Städtchen und zur berühmten Tigrisbrücke an der Seidenstrasse. Noch heute zeugen viele einzigartige Bauwerke vom einstigen Glanz der Stadt. Die Bewohner Hasankeyfs und der umliegenden Dörfer sind heute mehrheitlich kurdisch, doch man hört auch Arabisch und wird dabei an die bewegte 9'000 Jahre alte Geschichte der Gegend erinnert. 20 verschiedene Kulturen hinterliessen hier ihre Spuren.
Über den Flussauen sieht man Störche und Raubvögel ihre Kreise ziehen, trifft auf Roma und Nomaden, die am Fluss ihre Zelte aufgebaut haben, auf Fischer, die in Gummibooten den Tigris abwärts paddeln und auf spielende Kinder, die im Fluss baden. Es gibt Tausende von Felsenwohnungen, die bis vor etwa 20 Jahren noch bewohnt waren, und man begegnet immer gastfreundlichen, aufgeschlossenen Menschen, von denen die Mehrheit ihre geliebte Heimat nicht verlassen möchte.
Euphrat und Tigris
Im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris liegen die Wurzeln der westlichen Kultur. Hier wurde der Ackerbau erfunden und von hier stammen viele Kulturpflanzen, die wir noch heute alle kennen und schätzen, bspw. Gerste, Spinat, Raps, Flachs und Klatschmohn. Bereits in der Bibel wird das Zweistromland als der Garten Eden bezeichnet.Wohnen am Tigris
Die Bevölkerung am Tigris ist sehr arm. Viele Menschen sind nicht in der Lage, die monatliche Miete in Höhe von 150.– CHF zu bezahlen. Die Häuser haben einen Innenhof mit Ställen für das Kleinvieh, mit einem Backofen, einer Feuerstelle, einem Koch- und Waschplatz und einer Toilette. Das Bett wird in den Sommermonaten oft aufs Hausdach gestellt, um so die grosse Hitze zu ertragen.Viele Familien sind kinderreich. Deshalb wird es in den kalten Wintermonaten eng in den kleinen Zimmern des Hauses, von denen in der Regel nur eines beheizt wird. Die Einrichtung der Häuser besteht meist nur aus ein paar Matratzen und Decken, einigen Möbelstücken und oft einem Fernsehgerät.
Weil in Hasankeyf wegen des geplanten Staudamms bereits seit 15 Jahren nicht mehr gebaut werden darf, wird dem neu verheirateten Sohn und seiner Familie ein Raum im eigenen Haus zur Verfügung gestellt. Die am Rande der Orte gelegenen Häuser der wohlhabenderen Familien unterscheiden sich nur durch die Anzahl der Zimmer und der Grösse des Grundstücks.

Wovon die Menschen leben
Ohne grossen technischen Aufwand leiten die Einwohner Tigriswasser zum fruchtbaren Schwemmland am Rande des Flusstales. Das ermöglicht vielen Bewohnern die Bewirtschaftung von kleinen Obst- und Gemüsegärten. Nach dem Rückgang des Hochwassers im Frühjahr ist an den fruchtbaren Ufern zusätzlich Ackerbau möglich. Auf dem Tigris lassen sich die Fischer mit der Strömung hinabtreiben, und Schafhirten tränken an seinen Ufern ihre Tiere.In den weiten Ebenen im östlichen Teil des geplanten Reservoirs wird in grossem Stil Baumwolle angepflanzt und mit Tigriswasser bewässert. Hier arbeiten viele Menschen als Tagelöhner. Oftmals sind die Grundbesitz- Verhältnisse sehr kompliziert. Zum Teil haben Grossgrundbesitzer ihre Felder seit Generationen ohne Verträge verpachtet.
Die Städte und die Dörfer am Tigris bilden eine eng vernetzte Gemeinschaft. Die Region am Tigris ist aufgrund ihrer langen Geschichte nicht nur eine archäologische Schatztruhe, sondern vor allem die Heimat von 80’0000 Menschen, die dort tief verwurzelt sind. Der Staudamm und die Umsiedlung drohen diese kulturelle Gemeinschaft zu spalten.




