Fair-Pay Kampagne 2002
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Wir sind keine Maschinen: Nike und adidas ArbeiterInnen in Indonesien  (28.05.02)
Wir sind keine Maschinen: Nike und adidas ArbeiterInnen in Indonesien
Trotz einigen kleinen Schritten vorwärts dominieren Armut und Angst das Leben der Nike und Adidas ArbeiterInnen in Indonesien. Das ist die Quintessenz der neuen Studie über Textilfabriken in Indonesien "We are not maschines".. Darin berichtet Leily, eine verheiratete Frau, die wie ihr Mann in der indonesischen Fabrik Nikomas Gemilang, in Serang, Westjava, arbeitet (siehe die Studie: "We are not maschines", 2002). Wegen dem tiefen Einkommen leben sie getrennt von ihrem Kind. Der Monatslohn im November 2001 betrug rund 140 Franken. Leily schätzt, dass sie etwa 250 Franken bräuchten, um ihre Grundbedürfnisse zu decken. Zum Überleben werden daher Überstunden gearbeitet. Das erlaubt ihnen, etwas Geld an die Grosseltern zu senden, die sich um ihr Kind kümmern. Sie besuchen ihr Kind lediglich alle 4 Monate, weil die Reise teuer und die Freitage selten sind.

Nike- und Adidas-ArbeiterInnen in Indonesien, die sich gewerkschaftlich organisieren wollen, befürchten die Entlassung, Gefängnis und Repressionen. Rakhmat Suryadi ist einer von den 24'000 Beschäftigten von Nikomas Gemilang, wo für Nike und Adidas Sportschuhe produziert werden. Am 21 März 2001 wurde er beim verlassen der Fabrik von unbekannten Männern verprügelt. Er erlitt zahlreiche Wunden am Kopf und an den Beinen. Er lag darauf eine Woche lang im Spital und konnte einen Monat nicht arbeiten. Unklar sind nach wie vor die Auftraggeber der Tat. Der Vorfall geschah einen Monat nach dem Suryadi in einer lokalen Zeitung Aussagen über die Arbeitsbedingungen bei Nike-Produzenten machte.

   We are not maschines: Nike and adidas workers in Indonesia   (0.58 MB)
Studie von Tim Connor, im Auftrag von Clean Clothes Campaign, Global Exchange, Maquila Solidarity Network, Oxfam.

Arbeiterin aus Bericht "We are not maschines"
Diese indonesische Arbeiterin produziert Fussballschuhe, die meist nach Europa und Afrika exportiert werden. Sie verdiente im November 2001 45 $ im Monat und war gezwungen, Überstunden zu leisten. Für das enge Zimmer bezahlt sie 8.5 $ im Monat. Eines Tages möchte sie ihre Wohnung mit Ihrem Ehemann teilen. Bisher hat sie aber noch keinen kennen gelernt. Wie viele ihrer Arbeitskolleginnen hofft sie, in der Fabrik einen Partner zu finden.
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Eingang zur "freien" Exportproduktionszone aus Bericht "We are not maschines"
Zutritt verboten! Eingang zur Schuhfabrik Nikomas Gemilang in Indonesien, wo 24'000 Menschen arbeiten.

Das deutsche Südwind Institut hat für die CCC einige Fabriken der Textil-Multis in Indonesien besucht: Ingeborg Wick (55) berichtet: "Überall war Stacheldraht, standen Wachtürme. Die Fabrik in Indonesien, wo Adidas produzieren lässt, sieht aus wie ein KZ."
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Das junge Paar blickt voller Sorgen in die Zukunft
Die Frau ist im achten Monat schwanger. Während der Hochsaison verdient er dank Überzeit zusätzlich 20 $ zum Einkommen von 43.5 $. Für Miete und Wasser bezahlt das junge Paar 9.2 $. "Mein Einkommen reicht gerade fürs Essen (billigen Reis)." Trotzdem wollen sie nach und nach etwas Geld sparen. Sie haben Angst vor der Situation, wenn das Baby geboren ist, "denn der Nike-Lohn ist zu tief."
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