Fair-Pay Kampagne 2002
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China: Bälle von Adidas ecken an  (28.05.02)
China: Bälle von Adidas ecken an
Die Verlagerung der Ballproduktion nach China trägt dem 3-Streifen-Konzern aus Deutschland neuen Ärger ein. In der Fabrik Guan Ho in der südchinesischen Stadt Dongguan werden die Leute gezwungen, bis spät in die Nacht zu arbeiten. Während der Hochsaison wird an mindestens 11 Stunden am Tag gearbeitet, und dies ohne einen einzigen Freitag im Monat. Das stellt eine klare Verletzung der Adidas-Verhaltensnormen dar. Die bezahlten Akkordlöhne sind zudem extrem tief angesetzt. Als es im Februar 2002 darüber zu einem Arbeitskonflikt kam, wurde ein Arbeiter entlassen. Obwohl dies eine Verletzung des chinesischen Rechts darstellt, werden beim Arbeitseintritt von den ArbeiterInnen hohe Kommissionen eingezogen. In der Zwischensaison verdienen viele Näherinnen nicht einmal mehr den gesetzlichen Mindestlohn von weniger als 90.- Franken im Monat. Zudem ist das Unfallrisiko hoch. "Sobald ich den Lohn vom letzten Monat endlich erhalte, werde ich kündigen. Die Finger brennen. Es ist grauenhaft", sagt eine Arbeiterin, die keine Aussicht auf eine andere Stelle hat.

   Report on the Working conditions of Soccer and Football Workers in Mainland China   (61 KB)
Hong Kong Christian Industrial Commitee, revised Version, May 2002



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