Strukturierte Produkte
In den vergangenen Jahren haben die Banken eine Vielzahl von neuen Anlageprodukten für Privatanlegerinnen und Privatanleger entwickelt.
Diese so genannten strukturierten Produkte kombinieren herkömmliche Anlageinstrumente mit einem oder mehreren derivativen Finanzinstrumenten zu einem neuen handelbaren Wertpapier. Seit kurzem bieten viele Banken auch strukturierte Produkte an, die als nachhaltig bezeichnet werden. Die Zahl dieser Anlagemöglichkeiten wächst schnell. Von allen hier vorgestellten Anlagen ist es jedoch genau bei strukturierten Produkte am schwierigsten, einen konkreten Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung auszumachen. Deshalb werden auch nicht alle erhältlichen strukturierten Produkte einzeln vorgestellt.
Strukturierte Produkte sind nur etwas für Anlegerinnen und Anleger ohne Berührungsängste mit den Finanzmärkten. Der Nachhaltigkeitsaspekt beschränkt sich auf die Auswahl der Firmen, von deren Kursentwicklung Sie profitieren können. Dabei ist wichtig, dass Sie die Funktionsweise eines Produktes verstehen und abschätzen können, welche Risiken Sie dabei eingehen. Das ist bei der Komplexität und Intransparenz strukturierter Produkte nicht immer einfach. Zudem sind die Gebühren bei strukturierten Produkten manchmal sehr hoch.
Den Nachhaltigkeits-Zertifikaten liegen Aktiengesellschaften, meist aus einem thematisch eingegrenzten Bereich (beispielsweise Klimaschutz, Wasser, Energie) zu Grunde. Entweder wird ein Korb (Basket) von Aktien ausgewählt, deren Kurse den Wert des Zertifikats bestimmen, oder aus den zu Grunde liegenden Aktienkursen wird zuerst ein Index gebildet, der als Basiswert dient.
Eine Bank bietet beispielsweise ein Zertifikat auf einen Klimaschutzindex an. Zur Berechnung des Index werden die Kurse einer Anzahl ausgewählter Unternehmen zu einem bestimmten Prozentsatz gewichtet und zusammengefasst (z.B. 20 Unternehmen je 5 Prozent gewichtet). Der Aktienkurs jeder einzelnen Firma hat also 5 Prozent Einfluss auf den Wert des Indexes. Das Zertifikat auf diesen Index ist ein handelbares Wertpapier, sein Wert entspricht dem des Index, d.h. der Kursentwicklung der ausgewählten Unternehmen.
Technisch sind Zertifikate Schuldverschreibungen jener Bank, die sie herausgibt. Bei einem Bankrott dieser Bank ist das angelegte Geld verloren. Dies mussten auch in der Schweiz KleinanlegerInnen erleben, die Zertifikate der kollabierten Investmentbank Lehman Brothers gekauft hatten. Diese waren ihnen von Schweizer Banken als «risikolos» verkauft worden.
Der Phantasie sind grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Ein strukturiertes Produkt der Bank Vontobel (VONCERT responAbility Media Development) soll es nach der Eigenwerbung möglich machen, „in Pressefreiheit (zu) investieren“. 20 Prozent des Anlagebetrages dieses Produktes gehen als Darlehen an die Organisation Media Development Loan Fund (MDLF), welche ihrerseits günstige Kredite an unabhängige Medien in entstehenden Demokratien vergibt. MDLF zahlt für dieses Darlehen ein Prozent Zins. Die anderen 80 Prozent werden in ein strukturiertes Produkt auf der Basis von Obligationen investiert. Dadurch soll sich für Anleger gleichzeitig eine „soziale“ (aus den 20 Prozent an MDLF) und eine finanzielle Rendite (aus den 80 Prozent des strukturierten Produktes) ergeben.
Diese so genannten strukturierten Produkte kombinieren herkömmliche Anlageinstrumente mit einem oder mehreren derivativen Finanzinstrumenten zu einem neuen handelbaren Wertpapier. Seit kurzem bieten viele Banken auch strukturierte Produkte an, die als nachhaltig bezeichnet werden. Die Zahl dieser Anlagemöglichkeiten wächst schnell. Von allen hier vorgestellten Anlagen ist es jedoch genau bei strukturierten Produkte am schwierigsten, einen konkreten Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung auszumachen. Deshalb werden auch nicht alle erhältlichen strukturierten Produkte einzeln vorgestellt.
Strukturierte Produkte sind nur etwas für Anlegerinnen und Anleger ohne Berührungsängste mit den Finanzmärkten. Der Nachhaltigkeitsaspekt beschränkt sich auf die Auswahl der Firmen, von deren Kursentwicklung Sie profitieren können. Dabei ist wichtig, dass Sie die Funktionsweise eines Produktes verstehen und abschätzen können, welche Risiken Sie dabei eingehen. Das ist bei der Komplexität und Intransparenz strukturierter Produkte nicht immer einfach. Zudem sind die Gebühren bei strukturierten Produkten manchmal sehr hoch.
Zertifikate
Zertifikate sind einfache strukturierte Produkte, ihr Wert entwickelt sich genau gleich wie die zu Grunde liegenden Basiswerte. Anders als mit Aktien oder Fondsanteilen ist mit Zertifikaten aber keine direkte oder indirekte Beteiligung an Unternehmen verbunden, sondern man erhält ausschliesslich das Recht, nach den Bedingungen des Zertifikats an der Wertentwicklung teilzuhaben. Steigt der Kurs des Basiswertes, gewinnt das Produkt an Wert, sinkt er hingegen, verliert das Produkt an Wert. Es gibt Zertifikate mit einer festen Laufzeit oder unbeschränkte (open end-) Zertifikate.Den Nachhaltigkeits-Zertifikaten liegen Aktiengesellschaften, meist aus einem thematisch eingegrenzten Bereich (beispielsweise Klimaschutz, Wasser, Energie) zu Grunde. Entweder wird ein Korb (Basket) von Aktien ausgewählt, deren Kurse den Wert des Zertifikats bestimmen, oder aus den zu Grunde liegenden Aktienkursen wird zuerst ein Index gebildet, der als Basiswert dient.
Eine Bank bietet beispielsweise ein Zertifikat auf einen Klimaschutzindex an. Zur Berechnung des Index werden die Kurse einer Anzahl ausgewählter Unternehmen zu einem bestimmten Prozentsatz gewichtet und zusammengefasst (z.B. 20 Unternehmen je 5 Prozent gewichtet). Der Aktienkurs jeder einzelnen Firma hat also 5 Prozent Einfluss auf den Wert des Indexes. Das Zertifikat auf diesen Index ist ein handelbares Wertpapier, sein Wert entspricht dem des Index, d.h. der Kursentwicklung der ausgewählten Unternehmen.
Technisch sind Zertifikate Schuldverschreibungen jener Bank, die sie herausgibt. Bei einem Bankrott dieser Bank ist das angelegte Geld verloren. Dies mussten auch in der Schweiz KleinanlegerInnen erleben, die Zertifikate der kollabierten Investmentbank Lehman Brothers gekauft hatten. Diese waren ihnen von Schweizer Banken als «risikolos» verkauft worden.
Andere strukturierte Produkte
Neben den relativ einfachen Zertifikaten gibt es eine Vielzahl weiterer strukturierter Produkte, die im Prinzip mit einem Nachhaltigkeitsaspekt versehen werden können. Solche Produkte können so ausgestaltet werden, dass sie entweder einen gewissen Schutz gegen stagnierende oder fallende Kurse bieten (Kapitalschutz-Produkte) oder aber sie können einen „Hebel“ enthalten, der die Wirkung von steigenden Kursen noch verstärkt. Andere Produkte wiederum beschränken die Möglichkeit Kursgewinne voll zu realisieren, sind dafür aber im Erwerb günstiger (Renditeoptimierungs-Produkte).Der Phantasie sind grundsätzlich keine Grenzen gesetzt. Ein strukturiertes Produkt der Bank Vontobel (VONCERT responAbility Media Development) soll es nach der Eigenwerbung möglich machen, „in Pressefreiheit (zu) investieren“. 20 Prozent des Anlagebetrages dieses Produktes gehen als Darlehen an die Organisation Media Development Loan Fund (MDLF), welche ihrerseits günstige Kredite an unabhängige Medien in entstehenden Demokratien vergibt. MDLF zahlt für dieses Darlehen ein Prozent Zins. Die anderen 80 Prozent werden in ein strukturiertes Produkt auf der Basis von Obligationen investiert. Dadurch soll sich für Anleger gleichzeitig eine „soziale“ (aus den 20 Prozent an MDLF) und eine finanzielle Rendite (aus den 80 Prozent des strukturierten Produktes) ergeben.






