Widersprüchliche Nachhaltigkeit
Die ideale Anlagemöglichkeit, die höchsten Ansprüchen sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit genügt und dabei noch eine überdurchschnittliche Rendite abwirft, gibt es nicht.
Kompromisse sind unausweichlich. Das soll aber niemanden davon abhalten, sein Geld so verantwortungsbewusst wie möglich anzulegen. Auch der grösste Kompromiss ist immer noch besser als eine konventionelle Geldanlage, die einzig auf optimale Rendite achtet. Selbst die Alternative Bank (ABS), die so ziemlich alles anders zu macht als die Grossbanken, kam anfangs nicht ohne Kompromisse aus: 37 Prozent ihres Gründungskapitals stammten aus Erträgen von konventionellen Anlagen. Und man sollte sich auch keine Illusionen machen: Nachhaltige Anlagen gehören zum «Gewissensmanagement» bewusster Konsumentinnen und Konsumenten. Sie können politisches Engagement, Freiwilligenarbeit und Spenden ergänzen, aber nie ersetzen, wenn man sich eine andere Welt wünscht.
Die Vielfalt der Produkte spiegelt sich in der Vielfalt der Begriffe wider. Es gibt Ökofonds (die Rede ist dann häufig von «grünem Geld»), «ethisches Investment» und Nachhaltigkeitsprodukte, die den Anspruch haben, sowohl ökologische als auch soziale Aspekte zu integrieren. Im englischen Sprachraum spricht man von «Socially Responsible Investment» (SRI), sozial verantwortlichen Investitionen.
Ebenso darf nicht vergessen werden, dass die globalisierten Finanzmärkte, wie sie heute funktionieren, nicht nachhaltig sind (verstanden im ursprünglichen und umgangsprachlichen Sinn des langfristig Aufrechterhaltens). Ihre auf kurzfristigen Gewinn und maximalen Wert für die Aktionäre ausgerichtete Logik steht in fundamentalem Widerspruch zu dem, was ökologische und soziale Nachhaltigkeit erfordert. Ebenso brauchen die neuen ressourcenleichten und energiesparenden Produkte und Produktionsprozesse, ohne die eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft nicht möglich ist, grosse Investitionen in Forschung und Entwicklung, die keinen kurzfristigen finanziellen Gewinn bringen.
Eine nachhaltige Wirtschaft muss mit sehr viel weniger Energie und Rohstoffen auskommen und sehr viel weniger Emissionen und Abfälle produzieren. Ob sie dazu auch noch die hoch geschraubten Renditeerwartungen der heutigen Finanzmärkte erfüllen kann, ist fraglich.
Die gigantischen Summen spekulativen Kapitals, die sich auf den Finanzmärkten befinden, die fehlende Regulierung und die strukturelle Intransparenz wichtiger Akteure haben eine Situation geschaffen, die alles andere als nachhaltig ist. Die Finanzmärkte sind ausser Kontrolle und krisenanfällig. Die Krise aber ist wiederum der Moment, wo die Finanzsphäre am stärksten auf die Realwirtschaft zurückschlägt, mit negativen Auswirkungen auf die soziale und ökologische Nachhaltigkeit der betroffenen Länder. Kommt hinzu, dass die Dynamik der Finanzmärkte einen wesentlichen Anteil an der weltweiten ungleichen Vermögensverteilung hat. Einerseits können die meisten Armen überhaupt keine Finanzdienstleistungen in Anspruch nehmen, andererseits liefern die Finanzmärkte für sehr Reiche meistens die besten Resultate.
Kompromisse sind unausweichlich. Das soll aber niemanden davon abhalten, sein Geld so verantwortungsbewusst wie möglich anzulegen. Auch der grösste Kompromiss ist immer noch besser als eine konventionelle Geldanlage, die einzig auf optimale Rendite achtet. Selbst die Alternative Bank (ABS), die so ziemlich alles anders zu macht als die Grossbanken, kam anfangs nicht ohne Kompromisse aus: 37 Prozent ihres Gründungskapitals stammten aus Erträgen von konventionellen Anlagen. Und man sollte sich auch keine Illusionen machen: Nachhaltige Anlagen gehören zum «Gewissensmanagement» bewusster Konsumentinnen und Konsumenten. Sie können politisches Engagement, Freiwilligenarbeit und Spenden ergänzen, aber nie ersetzen, wenn man sich eine andere Welt wünscht.
Die Vielfalt der Produkte spiegelt sich in der Vielfalt der Begriffe wider. Es gibt Ökofonds (die Rede ist dann häufig von «grünem Geld»), «ethisches Investment» und Nachhaltigkeitsprodukte, die den Anspruch haben, sowohl ökologische als auch soziale Aspekte zu integrieren. Im englischen Sprachraum spricht man von «Socially Responsible Investment» (SRI), sozial verantwortlichen Investitionen.
Logik der globalisierten Geldmärkte nicht nachhaltig
Auf dieser Website werden alle behandelten Anlagemöglichkeiten als «nachhaltige» Geldanlagen bezeichnet, unabhängig davon, ob sie eher eine ökologische, ethische oder sozial verantwortliche Ausrichtung haben. In der Praxis achten denn auch die meisten Anbieter bei der Auswahl der Unternehmen oder Staaten, in die angelegt wird, auf deren soziales und ökologisches Verhalten. Dass der Nachhaltigkeitsbegriff schillernd und keineswegs widerspruchsfrei ist und dass verschiedene Anbieter unterschiedlich konsequent vorgehen, muss dabei in Kauf genommen werden.Ebenso darf nicht vergessen werden, dass die globalisierten Finanzmärkte, wie sie heute funktionieren, nicht nachhaltig sind (verstanden im ursprünglichen und umgangsprachlichen Sinn des langfristig Aufrechterhaltens). Ihre auf kurzfristigen Gewinn und maximalen Wert für die Aktionäre ausgerichtete Logik steht in fundamentalem Widerspruch zu dem, was ökologische und soziale Nachhaltigkeit erfordert. Ebenso brauchen die neuen ressourcenleichten und energiesparenden Produkte und Produktionsprozesse, ohne die eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft nicht möglich ist, grosse Investitionen in Forschung und Entwicklung, die keinen kurzfristigen finanziellen Gewinn bringen.
Eine nachhaltige Wirtschaft muss mit sehr viel weniger Energie und Rohstoffen auskommen und sehr viel weniger Emissionen und Abfälle produzieren. Ob sie dazu auch noch die hoch geschraubten Renditeerwartungen der heutigen Finanzmärkte erfüllen kann, ist fraglich.
Die gigantischen Summen spekulativen Kapitals, die sich auf den Finanzmärkten befinden, die fehlende Regulierung und die strukturelle Intransparenz wichtiger Akteure haben eine Situation geschaffen, die alles andere als nachhaltig ist. Die Finanzmärkte sind ausser Kontrolle und krisenanfällig. Die Krise aber ist wiederum der Moment, wo die Finanzsphäre am stärksten auf die Realwirtschaft zurückschlägt, mit negativen Auswirkungen auf die soziale und ökologische Nachhaltigkeit der betroffenen Länder. Kommt hinzu, dass die Dynamik der Finanzmärkte einen wesentlichen Anteil an der weltweiten ungleichen Vermögensverteilung hat. Einerseits können die meisten Armen überhaupt keine Finanzdienstleistungen in Anspruch nehmen, andererseits liefern die Finanzmärkte für sehr Reiche meistens die besten Resultate.






