Internationale Standards für akut toxische Pestizide (Paraquat)
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Für den Vertrieb und die Anwendung von Pestiziden existieren international Empfehlungen von der Welternährungsorganisation (FAO), der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO).

Es wurden auch Standards für den Gesundheitsschutz der Arbeitenden definiert. Zusammen stellen diese eine Leitlinie bei der Formulierung von Standards zum Schutz der Gesundheit und Sicherheit der Arbeitenden für die einzelnen Länder dar. Teilweise sind die internationalen Standards auf die freiwillige Einhaltung durch die Regierungen, Produzenten landwirtschaftlicher Güter, Händler und Agro-Industrie angewiesen. Die von den Mitgliedsstaaten der ILO ratifizierten Konventionen stellen hingegen internationale Abkommen dar. Die Vereinten Nationen wollen bis zum Jahr 2020 erreichen, dass Chemikalien auf eine solche Art und Weise angewendet und hergestellt werden, dass signifikante Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und Umwelt minimiert werden. Zudem hat sich die UNO das Ziel gesetzt, internationale Programme für den Gesundheitsschutz zu stärken und auszudehnen, um das Ausmass arbeitsbedingter Todesfälle und Gesundheitsschäden zu reduzieren. Dem Thema «Gesundheit» wird international eine zentrale Bedeutung für eine nachhaltige Entwicklung zugewiesen.

Zudem versicherte die UNO ihre Verpflichtung zur Anwendung des Vorsorgeprinzips, welche sie bei der Rio-Konferenz zur Umwelt und Entwicklung eingegangen ist (UN/DESA 2004, Item 23b, 54m und 109f). Der Handel mit toxischen Chemikalien, die ein hohes Gefährdungspotential aufweisen, wird auf der internationalen Ebene durch die Rotterdam- (PIC-)Konvention geregelt. Gemäss WHO und FAO sollten gesetzliche Einschränkungen der Anwendung bestimmter Pestizide durch die einzelnen Staaten unter Berücksichtigung jeweiliger Umstände verhängt werden (Ekström & Åkerblom 1992).

Zu Vertrieb und Anwendung von Pestiziden in der Landwirtschaft hat die Welternährungsorganisation in einem Verhaltenskodex (International Code of Conduct) sehr umfassende Empfehlungen abgegeben. FAO, ILO und WHO arbeiten im Internationalen Programm für Chemische Sicherheit (IPCS) zusammen. Ein regelmässiger Austausch findet auf der internationalen Ebene im Forum für Chemische Sicherheit (IFCS) statt.
Quellen:
Ekström G, and Åkerblom M, Pesticide management in food and water safety: international contributions and national approaches, Reviews of Environmental Contamination and Toxicology 114, 23-55, 1990

United Nations Department of Economic and Social Affairs (UN/DESA), Plan of Implementation of the World Summit on Sustainable Development, New York 2004

United Nations Department of Economic and Social Affairs (UN/DESA), Key commitments, targets and timetables from the Johannesburg Plan of Implementation, New York 2002


20.09.05   Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) 
20.09.05   World Health Organization 
20.09.05   Intergovernmental Forum on Chemical Safety (IFCS) 
20.09.05   International Programme on Chemical Safety 
20.09.05   International Labour Office 
20.09.05   Rotterdam Convention 



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