Ilisu
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Hasankeyf Panorama

(c) Erklärung von Bern, Heather Kirkpatrick

Seit Beginn 2010 baut die türkische Regierung im Südosten eines der umstrittensten Wasserkraftwerke der Welt. Das Ilisu-Kraftwerk soll 2% der türkischen Spitzenstromproduktion liefern.

Der dazu notwendige Staudamm würde den Tigris auf 350 qkm aufstauen und dabei verheerende Schäden anrichten:

  • 60'000 Menschen verlieren ihre Heimat. Ihre Siedlungen, Felder und Einkommensmöglichkeiten werden überflutet und ihr sozialer Zusammenhalt zerstört.

  • Zerstörung von 200 altertümlichen Stätten sowie unzähligen kulturhistorisch wichtigen Bauwerken, Ornamenten und Fresken, welche die zehntausendjährige Bedeutung der Region widerspiegeln.

  • Auch die einzigartige Stadt Hasankeyf würde unwiederbringlich zerstört.

  • Die Flora und Fauna am Tigris mit ihrer hohen Artenvielfalt wird überflutet. So würde der einzige Lebensraum der vom Aussterben bedrohten Weichschildkröte zerstört.

  • Die Gegend um Hasankeyf steht unter höchstem Denkmalschutz und könnte ins UNESCO Weltkulturerbe aufgenommen werden, würde die Türkei nicht ihre Zustimmung verweigern.

  • Der Ilisu-Damm wird im Irak und in Syrien die traditionelle Landwirtschaft zerstören, welche vom Schwemmland abhängig ist. In trockenen Jahren würde der Damm die Wasserversorgung der türkischen Nachbarländer gefährden.

Juli 2009: Schweiz, Österreich und Deutschland steigen aus

Auflagen, die von den europäischen Beteiligten an den Bau gekoppelt wurden, sollten die dramatischen Konsequenzen abfedern. Sie wurden jedoch gar nicht oder nur in höchst unzureichendem Masse umgesetzt, wie ExpertInnenberichte zeigen. Die türkische Nicht-Beachtung der Auflagen ist am 6. Juli 2009 von der Schweiz, Österreich und Deutschland mit einem Ausstieg aus dem Projekt sanktioniert worden!

Die Stop-Ilisu-Kampagne verfolgt das Projekt weiter und informiert die Öffentlichkeit.
03.11.10   Ilisu Staudamm: „Schlüsselübergabe“ nicht Start für Umsiedlungen sondern für...
25.08.10   Hasankeyf: Tödlicher Unfall aufgrund Ausgrabung 
18.06.10   Die Rolle von NGO und Exportrisikoversicherungen 
15.06.10   Die österreichische Andritz verbleibt im Projekt 
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Zur Website der internationalen Stop-Ilisu-Kampagne
Die Kampagne wird in der Schweiz von der EvB getragen.