Fazit
Flüssige Agrotreibstoffe sind weder klimaneutral, noch umweltfreundlich oder nachhaltig.
Sie lösen weder die Probleme des Klimawandels noch der Energieversorgung. Im Gegenteil, sie schädigen die Umwelt, konkurrieren mit der Nahrungsmittelproduktion und verursachen soziale Probleme. Durch Agrotreibstoffe wird das aktuelle Energiesystem, das einseitig auf die Verbrennung fossiler Stoffe ausgerichtet ist, fortgeschrieben. Ein Umdenken ist notwendig. Dieses wird jedoch dadurch verhindert, indem behauptet wird, dass der Problemrohstoff Erdöl durch Agrotreibstoffe teilweise ersetzt werden könne.
Profiteure sind grosse transnationale Unternehmen. Leidtragende sind all jene, deren Zugang zu Boden, Wasser und Nahrungsmittel durch die neue Konkurrenz geschmälert wird. Die Probleme der Nahrungsmittelsicherheit, der Energieversorgung und des Klimawandels müssen in ihrer wechselseitigen Verflechtung gesehen und nachhaltig gelöst werden.
Ernährungssicherheit muss Vorrang vor der Treibstoffherstellung haben. Um die Ernährungssicherheit weltweit und langfristig zu gewährleisten, ist es entscheidend, dass wir von der intensiven Landwirtschaft abkehren, die ihre eigenen Grundlagen zerstört. Wir müssen uns zu einer biologischen und nachhaltigen Landwirtschaft hin entwickeln, die dazu beiträgt, Biodiversität zu bewahren, die Ressourcen zu schonen und gesunde Lebensmittel zu produzieren.
So kommt auch der internationale Bericht zur landwirtschaftlichen Forschung und Technologie für Entwicklung (IAASTD) zum Schluss, dass nur eine regionale und ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft zur Überwindung von Hunger und Armut geeignet ist. Darüber hinaus gibt es gerade in Entwicklungsländern viel Potenzial für die Entwicklung von nachhaltiger Landwirtschaft. Die weltweit verfügbare Nahrungsmenge würde steigen, wenn Ackerflächen weltweit, insbesondere in den Entwicklungsländern, ökologisch bewirtschaftet würden.
Die Diskussion um Agrotreibstoffe muss zum Anlass genommen werden, sich mit der intensiven Landwirtschaft auseinanderzusetzen.
Um die Energieprobleme zu lösen, müssen wir den Energieverbrauch senken: Zum einen durch eine effizientere Nutzung der Energie, zum anderen durch einen weniger energieintensiven Lebensstil. Der verbleibende Bedarf muss mit wirklich nachhaltig erzeugten Energieformen abgedeckt werden. Für die Mobilität bedeutet dies, dass wir Transportwege (im Güter- wie auch im Individualverkehr) hinterfragen und reduzieren, zum Beispiel, indem wir mehr auf lokale Märkte und regionale Wertschöpfung setzen und den öffentlichen Verkehr sowie den Langsamverkehr (Velo, zu Fuss gehen) fördern. Energie kann durch eine Erhöhung der Energieeffizienz gespart werden, zum Beispiel durch Geschwindigkeitsbegrenzungen, bessere Reifen und Autos mit geringerem Treibstoffverbrauch.
Statt Geld für Agrotreibstoffe aufzuwenden, sind mehr Mittel in die Entwicklung von tatsächlich nachhaltigen Energien zu investieren, so zum Beispiel in die Solar-oder Windenergie. Vor allem Solarenergie hat sehr viele Vorteile: Zu ihrer Gewinnung können Flächen verwendet werden, zum Beispiel von Gebäuden oder Wüstengebieten, die nicht mit der Produktion von Lebensmitteln konkurrieren. Ausserdem liefert die Solarenergie sehr viel höhere Energieerträge pro Fläche als Bioenergie: fotovoltaische Solarzellen sammeln zum Beispiel 100-mal so viel Energie wie Pflanzen. Ein Hektar landwirtschaftlicher Fläche liefert Treibstoff, um ein Auto ein Jahr lang zu betreiben. Würde auf der gleichen Fläche Fotovoltaikstrom erzeugt, reichte dieser, um mindestens 300 Elektroautos mit der gleichen Fahrleistung zu versorgen.
Das Potenzial von Windenergie oder lokaler Lösungen wie zum Beispiel von Erdwärme oder kleiner Wasserkraftwerke ist noch lange nicht ausgeschöpft. Auch Energie aus Biomasse kann auf lokaler Ebene eine Rolle spielen: sei dies Biogas aus einer Kompostanlage mit Wärmenutzung oder eine Holzschnitzelheizung aus tatsächlichen Holzabfällen. Vor allem in den Entwicklungsländern kann die lokale Bevölkerung langfristig stärker profitieren, wenn angepasste dezentrale Energiesysteme gefördert werden, statt dass sie Agrotreibstoffe für den Export in den Westen anbaut.
Eine weitere ergreifbare und wirksame Massnahme zur Reduktion von Treibhausgasen ist, sofort die Abholzung von Wäldern zu stoppen und mit dem Umbruch von Grünflächen aufzuhören. Stattdessen müssen natürliche Wälder bewahrt und aufgeforstet werden. Damit werden auch sehr grosse Mengen an CO2 gebunden, da die Wälder nicht nur in ihrer Biomasse, sondern auch im Boden reichlich CO2 binden.
Sie lösen weder die Probleme des Klimawandels noch der Energieversorgung. Im Gegenteil, sie schädigen die Umwelt, konkurrieren mit der Nahrungsmittelproduktion und verursachen soziale Probleme. Durch Agrotreibstoffe wird das aktuelle Energiesystem, das einseitig auf die Verbrennung fossiler Stoffe ausgerichtet ist, fortgeschrieben. Ein Umdenken ist notwendig. Dieses wird jedoch dadurch verhindert, indem behauptet wird, dass der Problemrohstoff Erdöl durch Agrotreibstoffe teilweise ersetzt werden könne.
Profiteure sind grosse transnationale Unternehmen. Leidtragende sind all jene, deren Zugang zu Boden, Wasser und Nahrungsmittel durch die neue Konkurrenz geschmälert wird. Die Probleme der Nahrungsmittelsicherheit, der Energieversorgung und des Klimawandels müssen in ihrer wechselseitigen Verflechtung gesehen und nachhaltig gelöst werden.
Ernährungssicherheit und Landwirtschaft
Ernährungssicherheit muss Vorrang vor der Treibstoffherstellung haben. Um die Ernährungssicherheit weltweit und langfristig zu gewährleisten, ist es entscheidend, dass wir von der intensiven Landwirtschaft abkehren, die ihre eigenen Grundlagen zerstört. Wir müssen uns zu einer biologischen und nachhaltigen Landwirtschaft hin entwickeln, die dazu beiträgt, Biodiversität zu bewahren, die Ressourcen zu schonen und gesunde Lebensmittel zu produzieren.
So kommt auch der internationale Bericht zur landwirtschaftlichen Forschung und Technologie für Entwicklung (IAASTD) zum Schluss, dass nur eine regionale und ökologisch ausgerichtete Landwirtschaft zur Überwindung von Hunger und Armut geeignet ist. Darüber hinaus gibt es gerade in Entwicklungsländern viel Potenzial für die Entwicklung von nachhaltiger Landwirtschaft. Die weltweit verfügbare Nahrungsmenge würde steigen, wenn Ackerflächen weltweit, insbesondere in den Entwicklungsländern, ökologisch bewirtschaftet würden.
Die Diskussion um Agrotreibstoffe muss zum Anlass genommen werden, sich mit der intensiven Landwirtschaft auseinanderzusetzen.
Energieversorgung
Um die Energieprobleme zu lösen, müssen wir den Energieverbrauch senken: Zum einen durch eine effizientere Nutzung der Energie, zum anderen durch einen weniger energieintensiven Lebensstil. Der verbleibende Bedarf muss mit wirklich nachhaltig erzeugten Energieformen abgedeckt werden. Für die Mobilität bedeutet dies, dass wir Transportwege (im Güter- wie auch im Individualverkehr) hinterfragen und reduzieren, zum Beispiel, indem wir mehr auf lokale Märkte und regionale Wertschöpfung setzen und den öffentlichen Verkehr sowie den Langsamverkehr (Velo, zu Fuss gehen) fördern. Energie kann durch eine Erhöhung der Energieeffizienz gespart werden, zum Beispiel durch Geschwindigkeitsbegrenzungen, bessere Reifen und Autos mit geringerem Treibstoffverbrauch.
Statt Geld für Agrotreibstoffe aufzuwenden, sind mehr Mittel in die Entwicklung von tatsächlich nachhaltigen Energien zu investieren, so zum Beispiel in die Solar-oder Windenergie. Vor allem Solarenergie hat sehr viele Vorteile: Zu ihrer Gewinnung können Flächen verwendet werden, zum Beispiel von Gebäuden oder Wüstengebieten, die nicht mit der Produktion von Lebensmitteln konkurrieren. Ausserdem liefert die Solarenergie sehr viel höhere Energieerträge pro Fläche als Bioenergie: fotovoltaische Solarzellen sammeln zum Beispiel 100-mal so viel Energie wie Pflanzen. Ein Hektar landwirtschaftlicher Fläche liefert Treibstoff, um ein Auto ein Jahr lang zu betreiben. Würde auf der gleichen Fläche Fotovoltaikstrom erzeugt, reichte dieser, um mindestens 300 Elektroautos mit der gleichen Fahrleistung zu versorgen.
Lokale Lösungen
Das Potenzial von Windenergie oder lokaler Lösungen wie zum Beispiel von Erdwärme oder kleiner Wasserkraftwerke ist noch lange nicht ausgeschöpft. Auch Energie aus Biomasse kann auf lokaler Ebene eine Rolle spielen: sei dies Biogas aus einer Kompostanlage mit Wärmenutzung oder eine Holzschnitzelheizung aus tatsächlichen Holzabfällen. Vor allem in den Entwicklungsländern kann die lokale Bevölkerung langfristig stärker profitieren, wenn angepasste dezentrale Energiesysteme gefördert werden, statt dass sie Agrotreibstoffe für den Export in den Westen anbaut.
Treibhausgase
Eine weitere ergreifbare und wirksame Massnahme zur Reduktion von Treibhausgasen ist, sofort die Abholzung von Wäldern zu stoppen und mit dem Umbruch von Grünflächen aufzuhören. Stattdessen müssen natürliche Wälder bewahrt und aufgeforstet werden. Damit werden auch sehr grosse Mengen an CO2 gebunden, da die Wälder nicht nur in ihrer Biomasse, sondern auch im Boden reichlich CO2 binden.



